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DI | 14.02.2012
Ausgrabungen Virunum (Bild: Landesmuseum-Fleissner)
KUNST
Europaweiter "Tag des Denkmals"
Am 26. September wird in ganz Europa der Tag des Denkmals begangen. Offiziell aus der Taufe gehoben wurde die Initiative im Jahr 1985 in Frankreich. Seither findet der Denkmaltag jährlich in 49 Ländern stets unter neuem Motto statt.
"Orte des Genusses" als Motto 2010.
15 Veranstaltungsorte in ganz Kärnten
In diesem Jahr steht die weltweit größte Architekturveranstaltung unter dem Thema "Orte des Genusses". Allein in Kärnten warten 15 denkwürdige Veranstaltungsorte auf die Besucher - von Wolfsberg bis hinauf nach Maria Luggau.
Neues Leben für Denkmale
Denkmalen neues Leben einzuhauchen ist die Idee, die von Anbeginn an hinter dem europaweiten "Tag des Denkmals" steht. Eine Idee, die sich bewährt hat und seither von der Unesco und dem Europarat unterstützt wird. Damit die Denkmale von heute nicht die Ruinen von morgen sind, bedarf es einer lebendigen Nutzung, so Geraldine Klever vom Landeskonservatorat für Kärnten.

"Tote Denkmale sind uninteressant und können nicht finanziert werden. Wir wollen am Denkmaltag vermitteln, dass das, was so selbstverständlich dasteht wie die Kirche im Dorf und das Schloss oder die Ruine am Berg eines ungeheuren Aufwandes bedürfen, um erhalten zu werden. Das auch von der Öffentlichkeit und der Politik mitgetragen werden".
Schloss Freyenthurn kann besichtigt werden.
Nobelbordell im Reigen der 15 Locations
Das kulturelle Erbe zu bewahren, soll in diesem Jahr genussvoll von Statten gehen - da darf natürlich auch ein echtes Lustschloss nicht fehlen. Unter den 15 durchaus familienfreundlichen Programmpunkten beteiligt sich auch das Schloss Freyenthurn an der Aktion, das heute bekanntlich ein Nobelbordell beherbergt.

Am Tag des Denkmals erhält man mit einer Führung die Gelegenheit, das sonst nur beschränkt zugängliche Gebäude von seiner architektonischen Seite kennenzulernen.

"Als das Thema Orte des Genusses gefallen ist, fiel mir sofort Freyenthurn ein, weil es bereits im 16. Jahrhundert als Lustschloss gebaut worden ist - natürlich in einem etwas anderen Sinne als heute. Von Seiten der Denkmalpflege ist die Nutzung heute durchaus verträglich, weil nur wenig der historischen Bausubstanz zerstört worden ist", so Klever.
Schloss Freyenthurn bei Klagenfurt (Bild: ORF)
Schloss Freyenthurn bei Klagenfurt
Palette reicht von Maria Luggau bis Wolfsberg
Die Genussorte reichen noch weiter: Von Maria Luggau bis nach Wolfsberg werden Sonderführungen, Kulturwanderungen und Konzerte angeboten. In Klagenfurt etwa wartet ein Rundgang durch die Gastronomie einst und heute.

In Eisenkappel wurde eine alte Schmiede revitalisiert. Hochprozentiges für Geist und Seele wird in der Pfarre von Gurk verkostet. Der Eintritt zu allen Kärntner Genussorten am 26. September ist frei.
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