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JUSTIZ |
08.09.2010 |
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4,5 Jahre Haft für Bankdirektor
Am Landesgericht Klagenfurt stand am Mittwoch ein ehemaliger Bankdirektor aus dem Lavanttal vor Gericht. Der Mann soll insgesamt 6,3 Millionen Euro veruntreut haben. Er wurde zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
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Der Angeklagte soll 5,9 Mio. Euro veruntreut haben. |
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Anklage: 18 Jahre lang Gelder abgezweigt
Der 56-Jährige stand wegen gewerbsmäßigen und schweren Betruges sowie wegen Untreue vor Gericht. Der ehemalige Direktor einer Raika-Bank im Lavanttal soll über 18 Jahre lang das Geld von Kunden abgezweigt haben. Betroffen sind mehrere Personen, mit denen der Mann auch persönlich bekannt war. Die Schadenssumme beträgt mehr als 6 Millionen Euro.
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 Familie, Freunde und sogar Kunden halten immer noch zum geständigen Bankdirektor
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Ein Kunde fragte nach seinem Geld, da stellte sich der Bankdirektor. |
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Beschuldigter rief selbst Bankkontrolleure
Nachdem einer der Geschädigten wegen seines Geldes nachgefragt hatte, informierte der 56 Jahre alte Bankmanager selbst die Kontrolleure. Mit dem Geld soll er seinen aufwendigen Lebensstil finanziert, aber auch den örtlichen erfolgreichen Fußballklub unterstützt haben.
Außerdem soll der Mann bei riskanten Spekulationen Geld verloren haben. In der Untersuchungshaft zeigte sich der Beschuldigte kooperativ und geständig.
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Der Angeklagte schilderte seine private Situation. |
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Geld privat verwendet
Die illegalen Bankgeschäfte fielen Niemanden auf, denn das Geld floss über keine Konten. Falls dem Angeklagten Geld übrig blieb, deponierte er es zu Hause in seinem Tresor.
Er habe einen Teil vom Geld auch für sich privat genommen, sagte der 56 Jahre alte Mann am Mittwoch vor Gericht. Immerhin habe er fünf Kinder, eine Scheidung hinter sich und ein schönes Haus. Auch in seinen Fußballklub steckte er 600.000 Euro von dem ergaunerten Geld.
Jetzt sei er froh, dass das ganze nach so langer Zeit endlich vorbei ist. Es tue ihm leid, sagte der Ex-Banker und brach in Tränen aus.
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Zinsen bis zu 5 Prozent wurden vom Direktor versprochen. |
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Hohe Zinserträge versprochen
Insgesamt 17 Bankkunden aus dem Lavanttal, darunter auch bekannte Persönlichkeiten, haben dem Bankdirektor über sechs Millionen Euro anvertraut, damit er das Geld für sie gewinnbringend veranlagt. Zinsen in der Höhe von 5 Prozent und mehr versprach der Bankdirektor seinen Kunden.
Seine Zinsen bezahlte er immer pünktlich. Neuerlich musste er seine Kunden allerdings um Kapital bitten. Diese vertrauten dem Bankdirektor uneingeschränkt und gaben ihm das Geld bar auf die Hand. Einer der Kunden vertraute dem Bankdirektor sogar mehr als 1,4 Millionen Euro an.
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kaernten.ORF.at; 20.5.10
Der frühere Direktor einer Raiffeisenkasse, der Kundengelder veruntreut haben soll, bleibt in Haft. Am Donnerstagnachmittag fand das Pflichtverhör statt.
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