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MO | 13.02.2012
Wolfgang Kulterer (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
WIRTSCHAFT
U-Häftling Kulterer angeblich mittellos
Der derzeit in Untersuchungshaft sitzende Ex-Vorstandschef der Kärntner Hypo Group Alpe Adria, Wolfgang Kulterer, ist nach Angaben seines Anwalts so gut wie mittellos. Das berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner Dienstag-Ausgabe.
Detaillierte Aufzeichnung des Anwalts
Kulterers Anwalt Ferdinand Lanker hatte in seinem Enthaftungsantrag detailliert auf die finanzielle Situation seines Mandanten Bezug genommen, um den Vorwurf der Fluchtgefahr zu entkräften.
"Kein entsprechendes freies Vermögen"
Keine Flucht möglich
"Eine finanzielle Vorbereitung der Flucht ist aufgrund der Zahlungsverpflichtungen von Wolfgang Kulterer nicht einmal im Ansatz möglich gewesen, da er über kein entsprechendes freies Vermögen verfügt", heißt es im Enthaftungsantrag, der am Montag vergangener Woche abgewiesen worden war.

Die Einnahmen aus den Liegenschaftsverkäufen Kulterers hätten "nachweislich der Schuldentilgung" gedient. Die Erlöse seien auf ein Treuhandkonto Lankers überwiesen worden.
84.000 Euro für Anwaltskosten
2,36 Millionen Euro eingenommen
Laut "WirtschaftsBlatt" nahm der Banker insgesamt 2,36 Mio. Euro aus sechs Verkäufen ein. Mit dem größten Teil der Einnahmen, so der Anwalt, müssten die verkauften Liegenschaften lastenfrei gestellt werden, so seien allein bei der Raiffeisen Bezirksbank Klagenfurt fast 1,5 Mio. Euro zu zahlen.

Die Commerzbank Mattersburg erhalte 620.000 Euro, die BKS Bank knapp 200.000. Daher würden Kulterer am Ende nur etwa 84.000 Euro zur Deckung seiner Anwaltskosten übrig bleiben.
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