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MI | 11.04.2012
Partisanen-Gedenkskulptur (Bild: Initiative "Geben wir ihnen ihre Namen")
GESCHICHTE
Partisanen: Massengrab in Slowenien untersucht
In Slowenien ist nahe der Kärntner Grenze ein Massengrab aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht worden. Demnach befinden sich darin die sterblichen Überreste von 700 Partisanen-Opfern, darunter vermutlich auch hundert Kärntner.
Exhumierung der Leichen noch nicht entschieden
Bisher nur hundert Opfer vermutet
Das Massengrab in Lischa (Lesa) ist 21 Meter lang und drei Meter breit und seit Jahren bekannt. Nach jüngsten Untersuchungen forensischer Experten aus Slowenien liegen in dem Massengrab 700 Ermordete, bisher war man davon ausgegangen, dass es nur hundert sind. Die Untersuchungen fanden im Beisein von Kriminalpolizei und Staatsanwälten statt.

Es wird vermutet, dass in diesem Grab auch mehr als hundert Kärntner liegen, die kommunistische Partisanen nach dem Ende Zweiten Weltkrieges verschleppt und ermordet haben.

Aufklärung über das Schicksal der Verschleppten könnte wohl nur eine Exhumierung der Leichen bringen, berichtet ORF-Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz. Ob dies geschehen wird, ist noch nicht entscheiden.
Ende Mai 1945 sollen die Morde stattgefunden haben
Zeugen sahen Lkw-Fuhren in den Wald
Die Gerichtsmediziner fanden unter anderem Skelette mit Schussverletzungen. Vielen Opfern wurden vor der Ermordung die Hände auf den Rücken gebunden, erschossen wurden sie in dann in kniender Stellung. Gefunden wurden die sterblichen Überreste von Männern und Frauen.

Nach Berichten von Augenzeugen aus dieser Zeit wurden Ende Mai 1945 Gefangene mit 19 Lkws in die Gegend von Lischa gebracht, in den Wald geführt und dann erschossen. In der Nähe des Massengrabes haben Hinterbliebene der Kärntner Verschleppten ein Gedenkkreuz errichtet.
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