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BILDUNG |
05.09.2010 |
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Privatschulen auf dem Vormarsch
Im öffentlichen Schulbereich wird gespart, Schülerzahlen in Klassen vergrößert, Kleinstschulen geschlossen. Immer mehr Eltern suchen andere Wege und wählen eine Privatschule oder Privatunterricht für ihre Kinder.
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Hausunterricht statt öffentlicher Schule
Unter den Kleinstschulen, die geschlossen werden, ist auch jene in Lölling bei Hüttenberg. Doch statt ihre Kinder in die Volksschule Hüttenberg zu schicken, lassen die betroffenen Eltern die vier Kinder jetzt privat unterrichten. Nach dem Vorbild der kirchlichen Privatschulen entstehen immer mehr private Kleinschulen.
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Arbeitslose Lehrerin dachte sich, Schule kann auch anders aussehen. |
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Vorbild Maria Montessori
Ein Beispiel dafür ist die Natur- und Lernwerkstatt in Kantnig bei Wernberg. Die ausgebildete Pflichtschullehrerin Anita Kramer gründete die Schule vor zwei Jahren mit einem Kollegen.
Begonnen wurde mit zwölf Kindern, im kommenden Schuljahr werden dort 17 Schüler im Alter von sechs bis zwölf Jahren nach der Montessori-Methode unterrichtet. Der Schwerpunkt liegt auf der Natur.
Kramer war zum Zeitpunkt der Gründung arbeitslos, zudem sei es ihrem eigenen Sohn in der öffentlichen Volksschule nicht gut gegangen. Sie habe sich gedacht, das müsse auch anders gehen. Ganz im Sinne von Maria Montessori finden die Kinder eine vorbereitete Umgebung und lernen selbstständig nach ihrem eigenen Rhythmus und eigenen Interessen.
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Lehrer arbeiten für weniger Lohn. |
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3.000 Euro pro Jahr und Kind
Kramer und zwei weitere Lehrerinnen unterrichten die Kinder. Finanziert wird die Schule ausschließlich privat, großeils über die Elternbeiträge. 3.060 Euro pro Kind und Jahr zahlen die Eltern. Außerdem versucht die Schule, die auch das Öffentlichkeitsrecht bekommen hat, immer wieder, Sponsoren für ihre Projekte zu gewinnen.
"Die Lehrer werden nicht von Land oder Bund gezahlt, so ist Geld immer knapp. Die Eltern helfen mit, wo sie können, die Lehrer arbeiten für weniger Lohn."
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Landesschulrat glaubt nicht an Privatschulsystem. |
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Keine Konkurrenz zu öffentlichen Schulen?
Trotz steigender Schülerzahlen in den Privatschulen sieht man das im Landeschulrat aber nicht als Konkurrenz zum öffentlichen Schulwesen.
Der amtsführende Landesschulrats-Präsident Walter Ebner glaubt nicht an ein Privatschulsystem, sondern eher werden es im einen oder anderen Fall häuslichen Unterricht geben. Das öffentliche Schulsystem habe ein ausreichendes Angebot.
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