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MO | 13.02.2012
Suchaktion (Bild: ORF)
TECHELSBERG
Abgängige wegen roter Hose entdeckt
Jene Techelsbergerin, die seit Donnerstag abgängig war, wurde am späten Samstagvormittag durch einen glücklichen Zufall im Zuge einer groß angelegten Suchaktion gefunden: ihre rote Hose war im Gebüsch gesichtet worden. Die Frau ist unversehrt.
Gebiet großräumig abgesucht
Bereits am Freitag hatten rund 100 Helfer nach der 45 Jahre alten Abgängigen gesucht - jedoch vorerst ohne Erfolg.

Am Samstagvormittag setzten Polizisten der alpinen Einsatzgruppe, Diensthundeführer, Feuerwehrleute, Bergretter und die Rettungshundebrigade die Suche nach der Frau in dem Gebiet, in dem sie zuletzt gesehen worden war, fort. Insgesamt standen 160 Mann und 28 Suchhunde im Einsatz.
Feuerwehrmann sah "etwas Rotes" im Gebüsch
Das Team der Freiwilligen Feuerwehr Pörtschach war eigentlich schon wieder unterwegs zurück zum Stützpunkt, als sich die Situation plötzlich änderte.

"Auf der Rückfahrt haben zwei unserer Männer im stark abfallenden Gebüsch etwas Rotes gesehen. Es war die rote Hose, die die vermisste Frau trug. Es war ein glücklicher Zufall. Wären wir dort nicht vorbeigefahren, hätten wir sie nie gesehen und woanders weitergesucht", schilderte Kommandant Walter Preisegger in einem ORF-Interview.
Die Frau gab an, seit zwei Tagen im Gebüsch gelegen zu sein.
Frau war in relativ gutem Zustand
Die Frau war ansprechbar und konnte gehen. Sie war in einem relativ guten Allgemeinzustand, obwohl sie schon zwei Tage abgängig war und – wie sie sagte - an diesem Platz gelegen hatte, schilderte Preisegger: "Sie hat unseren Leuten ganz klare Antworten gegeben. Sie hat gesagt, dass sie schon zwei Tage da liegt, wobei wir das nicht ganz glauben, weil der Bereich schon am Freitag abgesucht wurde." Hintergrund für das Verschwinden der Frau dürften private Probleme gewesen sein.

Die 45-Jährige wurde von der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Auch ihr geschockter Ehemann, der sich an der Suche beteiligt hatte, musste ins Spital eingeliefert werden.
Hund alleine von Spaziergang zurückgekehrt
Die Techelsbergerin war am Donnerstag mit ihrem Hund spazieren gegangen. Das Tier kam jedoch nach Stunden alleine zum Haus zurück.

Zunächst war vermutet worden, dass die Frau in der Nacht über eine meterhohe Felsklippe gestürzt sein könnte. Dieser Verdacht bestätigte sich nun zum Glück nicht.
Heuer doppelt so viele Suchaktionen
Diese Suchaktion war nur eine von vielen. Die 800 Kärntner Bergretter stehen nahezu im Dauereinsatz. Denn die Zahl der Alarmierungen ist im Vergleich zum Sommer 2009 deutlich gestiegen, die Suchaktionen haben sich fast verdoppelt.
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