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LIECHTENSTEIN |
31.07.2010 |
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"profil": Geheimes Haider-Vermögen entdeckt
Laut Magazin "profil" wurde in Liechtenstein ein geheimes Vermögen von Jörg Haider entdeckt. 45 Mio. Euro soll der verstorbene Landeshauptmann bei zwölf Briefkastenfirmen deponiert haben.
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Zwölf Konten werden Haider zugerechnet |
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46 von Treuhändern eingerichtete Konten
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, soll Haider erhebliches Vermögen bei zwölf Liechtensteiner Briefkastengesellschaften angehäuft haben.
Im Zuge von Kontenöffnungen in Zusammenhang mit den Hypo Alpe-Adria- und Buwog-Ermittlungen sollen Sonderermittler aus Österreich, Deutschland und Liechtenstein auf 46 von Treuhändern eingerichtete Konten gestoßen sein. Zwölf davon sollen Haider zugerechnet werden können.
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Ermittlungen laufen |
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Großteil des Geldes verspekuliert
Laut "profil" soll Haider seinerzeit über rund 45 Millionen Euro disponiert haben, aktuell sollen noch fünf Millionen Euro auf den zugeordneten Konten liegen. Ein erheblicher Teil des Geldes soll schon vor Jahren verspekuliert worden sein.
Woher das Geld kam, wohin es wanderte und wer davon profitierte, sei Gegenstand von Ermittlungen. Diese seien Verschlusssache, auch die Klagenfurter Staatsanwaltschaft kommentiere die Ermittlungsergebnisse nicht, so "profil".
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Petzner: "Vielleicht Schilling mit Euro verwechselt" |
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Haider-Witwe weiß nichts von dem Geld
Claudia Haider, Witwe des verstorbenen Landeshauptmanns, erklärte gegenüber der APA, nichts von der Angelegenheit zu wissen. Auch im Zuge des Erbschaftsverfahrens sei man nicht auf in Liechtenstein angelegtes Geld gestoßen.
Haiders ehemaliger Pressesprecher und nunmehriger BZÖ-Nationalrat Stefan Petzner meinte am Samstag gegenüber der APA, er könne die genannte Größenordnung nicht vorstellen: "Ich glaube, dass eventuell Schilling mit Euro verwechselt wurden", meinte Petzner. Über die Herkunft oder den Verbleib des Geldes könne er nichts sagen. "Wenn es stimmt ist es nicht per se illegal", so Petzner.
Auch FPK-Parteichef Uwe Scheuch erklärte gegenüber der APA, von Geldern in Liechtenstein nichts gewusst zu haben, er halte das aber für eine "glatte Lüge." Die Gelder stünden nicht in Zusammenhang mit der FPK, er sei aber denkbar, dass es sich um Privatvermögen Haiders handle, so Scheuch.
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SPÖ, ÖVP und Grünen fordern Aufklärung
Kärntner SPÖ, ÖVP und Grüne forderte am Samstag "volle Aufklärung" über die Briefkastenfirmen. "Vollkommene Klarheit" müsse oberste Priorität haben, sagte SPÖ-Parteichef Peter Kaiser. ÖVP-Klubchef Stephan Tauschitz sprach von einem "Sumpf", der rasch trockengelegt werden müsse. Und Grünen-Landessprecher Rolf Holub meinte, dass es schon länger Verdachtsmomente gegeben habe, er sei froh, dass die Justiz nun durchgreife.
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