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MO | 13.02.2012
Günter Striedinger, Hypo-Prozess (Bild: ORF)
Günther Striedinger.
WIRTSCHAFT
Erstes Kärnten-Hypo-Verfahren eingestellt
Gegen den Ex-Hypo-Alpe-Adria-Vorstand Günter Striedinger sind erste Anschuldigungen wieder vom Tisch: Ein Ermittlungsverfahren rund um zwei Kredit-Engagements der Hypo in Kroatien wurde eingestellt - Striedinger sieht darin einen "wichtigen Teilerfolg".
Informationen laut "Wiener Zeitung" (Samstag-Ausgabe).
Vorwurf "Bilanzfälschung" vom Tisch
Wie der "Wiener Zeitung" (Samstag-Ausgabe) von der Staatsanwaltschaft bestätigt wurde, erfolgte die Einstellung der Ermittlungen "aus rechtlichen Gründen und Beweisgründen".

Auslöser der Erhebungen war eine Anzeige der Finanzmarktaufsicht (FMA) wegen des Vorwurfs der Bilanzfälschung. Neben Striedinger wurde auch gegen Ex-Hypo-Aufsichtsratschef Karl-Heinz Moser und dessen früheren Vize, Grawe-Chef Othmar Ederer, ermittelt. Alle drei sind in der Causa nun aus dem Schneider.
Striedinger: "Wichtiger Teilerfolg"
Striedinger sieht die Entscheidung als wichtigen Teilerfolg: Im Zuge der Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass die Bank die zwei besagten Kreditengagements erst im Dezember 2006 - also mehrere Monate nach seinem Ausscheiden aus der Bank - eingegangen sei, so der frühere Kredit- und Auslandsvorstand zur "Wiener Zeitung".

Auch andere Verfahren gegen ihn würden bald vom Tisch sein: So gebe es Signale, Vorwürfe in Zusammenhang mit einer Hubschrauberfinanzierung in Kroatien fallen zu lassen. Hier werde ihm vorgeworfen, im Nachhinein zum Schaden der Bank auf Sicherheiten verzichtet zu haben, sagt Striedinger - allerdings habe sich dann heraus gestellt, dass es diese Sicherheiten überhaupt nie gegeben habe.
Bis jetzt sechs Anzeigen gegen Striedinger
Bis jetzt seien ihm sechs Anzeigen zugegangen, so Striedinger. Jene der FMA sei die erste davon gewesen. Die zwei jüngsten Vorwürfe, bei einer konzerninternen Kapitalerhöhung mitgeschnittenen zu haben und Teil einer kriminellen Vereinigung rund um den kroatischen Ex-General Vladimir Zagorec gewesen zu sein, kenne er nur aus den Medien. Es gebe keinerlei konkrete schriftliche Unterlagen.
Verleumdungsklage gegen Hypo steht aus.
Ex-Vorstand sieht sich als "Sündenbock"
Sämtliche Vorwürfe seien "in keinster Weise nachvollziehbar", so Striedinger. Alle wichtigen Entscheidungen seien damals von den zuständigen Gremien abgesegnet worden. Er habe als Einzelperson gar nichts entscheiden können.

Bis etwa Ende August will Striedinger eine Verleumdungsklage gegen die Hypo einbringen - und gegebenenfalls auch auf Schadenersatz pochen: Sein Unternehmen, die Investment-Firma "Rubicon", sei durch die öffentlichen Anschuldigungen "schwerstens geschädigt worden".
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