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DI | 14.02.2012
Knochen in der Baggerschaufel (Bild: ORF)
Symbolfoto
CHRONIK
Bagger stieß auf mittelalterliches Skelett
Dienstagfrüh ist bei Grabungsarbeiten mit einem Bagger in Villach ein menschliches Skelett gefunden worden. Nach Auskunft eines Archäologen sind die Gebeine 600 bis 700 Jahre alt, sie werden nun genauer untersucht.
Ehemaliger Friedhof eines Klosters
Seit Tagen wird in der Villacher Innenstadt mit einem Bagger gegraben, der Gehsteig wird erneuert und ein Stromkabel verlegt. Gegen 7.45 Uhr entdeckte der Baggerfahrer am Dienstag beim Aushub eines knapp 1,5 Meter tiefen Grabens menschliche Gebeine, einen Oberschenkelknochen. Kurz darauf ragten auch weitere Skelett-Teile aus der Erde.

Die Grabungsarbeiten wurden eingestellt, ein Historiker wurde hinzugezogen. Für Kurt Karpf, den Archäologen des Museums Villach steht zweifelsfrei fest: Es handelt sich um ein Skelett, das rund 600 bis 700 Jahre alt ist.

Zu dieser Zeit befand sich an dieser Stelle, direkt neben heutigen Khevenhüller-Schule, der Friedhof des im Jahr 1252 entstandenen Minoritenklosters.
Gebeine werden genau untersucht
Skelett sehr gut erhalten
Das am Dienstag gefundene Skelett ist sehr gut erhalten, sagt Karpf. Es soll jetzt genauer untersucht werden, um das exakte Alter festzustellen. Aufgrund der Zähne könne man bisher davon ausgehen, dass es sich um die Überreste eines etwas älteren Erwachsenen handelt, sagt Karpf. Bei dem Skelett wurden keine Beigaben gefunden.

Laut Aufzeichnungen des Museums wurden an dieser Stelle schon beim Bau eines Splitterschutzgrabens während des Zweiten Weltkrieges menschliche Gebeine gefunden.
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