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MI | 11.04.2012
Landesgericht Klagenfurt (Bild: ORF)
PROZESS
Kakadu muss vor Gericht "vorfliegen"
Ein Kakadu beschäftigt das Landesgericht Klagenfurt. Der Vogel fliege schief, hat sein Besitzer behauptet und den Vorbesitzer geklagt. Es geht um 12.000 Euro. Bei der nächsten Verhandlung werden die Flugkünste des Vogels gerichtlich überprüft.
Viele Nachzüchtungen in Europa.
Flügellahm oder gesund übergeben?
Fliegt der Rabenkakadu schief, und wenn ja, seit wann, und hat der Vorbesitzer den Vogel gesund übergeben? Diese Fragen muss das Landegericht Klagenfurt in dem zivilrechtlichen Prozess klären.

Es geht um einen 50 Zentimeter großen, schwarzen Rabenkakadu mit langem roten Schwanz und markantem Kakaduschopf.

Längst werden diese Tiere auch außerhalb ihrer Heimat Australien gezüchtet, so Emanuel Supanz vom Vogelpark Turnersee: "Es gibt natürlich in ganz Europa Liebhaber dieses wunderschönen Vogels. Es ist natürlich interessant, wenn man so eine Gattung nachzüchtet."
Tausch unter Vogelliebhabern endete mit Streit.
Vogel leidet unter chronischer Gicht
Züchterstolz war wohl auch der Grund für einen Tausch unter Vogelliebhabern. Vor drei Jahren übergab ein Däne einem Villacher einen Hahn und eine Henne. Der Däne erhielt ihm Gegenzug den Rabenkakadu.

Er behauptet nun, dass der Kakadu schief und mit hängendem Flügel fliege. Ein Tierarzt habe festgestellt, dass der Vogel an chronischer Gicht leide. Eine Heilung sei ausgeschlossen. Der Däne verlangt nun seine Vögel zurück oder 12.000 Euro in bar.

Der Kakadu sei gesund übergeben worden, versichert hingegen der Villacher. Schließlich sei der Vogel damals vor den Augen des Dänen große Kreise geflogen. Die Gicht müsse den Vogel wohl später erwischt haben.
Sachverständiger beurteilt Flugvorführung
Drei Verhandlungen blieben bisher ohne Ergebnis. Jetzt will sich der Richter selbst ein Bild von dem Vogel machen. Die nächste Verhandlung findet am 5. Juli in einer Messehalle in Klagenfurt statt.

Dort muss der Vogel quasi als Zeuge eine Flugvorführung geben. Ein Tierarzt soll dann als gerichtlicher Sachverständiger feststellen, ob eine Schieflage vorliegt oder nicht.
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