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MO | 13.02.2012
Modell der neuen Therme in Warmbad Villach (Bild: ORF)
VILLACH
Spatenstich für neue Therme
Montagvormittag wurde der Spatenstich für die neue Therme in Warmbad Villach gesetzt. Der Neubau wird 40 Millionen Euro kosten. Im Juli 2012 soll die neue Therme eröffnet werden.
Arbeiten verlaufen planmäßig
Seit Anfang April arbeiten die Bagger. Von der alten Therme ist nichts mehr übrig, an deren Stelle jetzt eine vier Meter tiefe Baugrube klafft.

Bisher war man vor Überraschungen auf der Baustelle gefeit, sagte die Geschäftsführerin des Thermen Resort, Susanna Mayerhofer, am Montag: "Die vergangenen Wochen sind wie geplant abgelaufen. Der Abriss war verhältnismäßig ruhig, nur in der letzten Woche war er etwas lärmintensiver, weil die Fundamente und Schwimmbecken herausgeschremmt wurden. Ab Mittwoch soll wieder eine ruhigere Phase eintreten. Soweit liegt alles im Plan."
Baustelle Warmbad Villach (Bild: ORF)
Von der alten Therme ist mittlerweile nichts mehr zu sehen.
Umfassendes Bade- und Erholungsangebot geplant.
Futuristisch-anmutendes Design
Die neue Therme wird deutlich größer als die alte und soll ein futuristisch-anmutendes Design erhalten.

Eine Mischung aus Fitness-, Erholungs- Sport- und Gesundheitstempel mit Saunen, einem türkischen Bad und einem großen Fitnessstudio entsteht. Zudem soll es Rutschen und einen eigenen Bereich für Kleinkinder geben.
Um eine Konkurrenzierung zu vermeiden, solle in Klagenfurt ein Sportbad entstehen.
Dörfler gegen Erlebnisbad in Klagenfurt
Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) spricht von einem "Zukunftsraumschiff", das aber nicht in Konkurrenz zu Bad Bleiberg oder Bad Kleinkirchheim stehe. In diesem Zusammenhang erteilte er Klagenfurt für die Pläne, ein Erlebnisbad bauen zu wollen, eine Absage. Die Therme in Warmbad Villach sei ausreichend. In Klagenfurt könne ein Sportbad entstehen.

Dörfler: "Innerhalb von 30 Kilometer und nicht einmal einer halben Stunde Fahrzeit ist das eine Konkurrenzierung, die wirtschaftlich schwer lösbar ist. Wir haben nicht das Potenzial, dass wir sagen, wir haben Millionen Gäste zwölf Monate im Jahr, sondern wir müssen klug mit unseren Entscheidungen umgehen."

Klagenfurt habe andere richtungsweisende Investitionen getätigt und in diesem Fall führe Villach, unterstrich der Kärntner Landeshauptmann: "Klagenfurt muss eine kluge Entscheidung für eine Sport-Badeeinrichtung treffen. Das wird der richtige Weg sein."
ÖVP und SPÖ von Projekt überzeugt
ÖVP-Tourismusreferent Josef Martinz rechtfertigte die 7,5 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds - also aus dem Hypo-Verkauf - die nach Villach fließen, damit, dass die Therme weit über die Regionsgrenzen "hinausstrahlen" werde.

SPÖ-Gesundheitsreferent Peter Kaiser sagte, dass Gesundheitsvorsorge durch solche Anlagen besser sei als Krankenpolitik.
Jährlich 280.000 Besucher erwartet.
"Investition durch gute Finanzpolitik möglich"
Neben dem Geld vom Land und privaten Investoren trägt die Stadt Villach mit 28 Millionen Euro den größten finanziellen Brocken.

Bürgermeister Helmut Manzenreiter (SPÖ): "Das ist deshalb möglich, weil wir in den vergangenen Jahren sehr solide gewirtschaftet und eine gute Finanzpolitik gemacht haben. Es ist notwendig, weil der Tourismus auch in der Krise ein wertvoller Bestandteil in der Wirtschaft ist und wir hier in Warmbad an die tausend Arbeitsplätze haben. In der Krise zu investieren ist - glaube ich – notwendig und wird uns den entsprechenden Erfolg bringen."

280.000 Besucher werden ab der Eröffnung im Jahr 2012 jährlich in der neuen Kärnten Therme erwartet. Man hofft auf viele Gäste aus Italien.
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