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MI | 11.04.2012
Segelflugzeug bei Ferlach abgestürzt (Bild: ORF/Orasche)
CHRONIK
Segelflugzeug abgestürzt: Zwei Tote
Beim Absturz eines Segelflugzeugs beim Bundesheerübungsplatz Glainach bei Ferlach sind Samstagmittag zwei erfahrene Piloten ums Leben gekommen.
Tragfläche brach plötzlich ab
Bei den Piloten handelte es sich um einen 38 Jahre alten Selbständiger aus Ferlach und einen 62 Jahre alten Pensionisten aus Nötsch. Die beiden ließen sich mit einem Segelflugzeug vom Flugplatz Glainach von einem Schleppflugzeug in eine Höhe von etwa 1.200 Meter schleppen.

Anschließend führten die Piloten ihre Kunstflugübungen durch. Als der Flug eigentlich schon vorüber war, und die Piloten bereits im Landeanflug waren, so die Ermittlungen der Polizei, passierte das Unglück. Gegen 13.00 Uhr brach laut Zeugenaussagen in einer Höhe von etwa 500 Meter eine der beiden Tragflächen ab und das Flugzeug geriet außer Kontrolle und stürzte ab.
Segelflugzeug bei Ferlach abgestürzt, abgebrochene Tragfläche (Bild: ORF)
Segelflugzeug bei Ferlach abgestürzt, Valentin Socher, Obmann des Flugsportclubs Ferlach (Bild: ORF) Waren Piloten bewusstlos?
Valentin Socher, der Obmann des Flugsportclubs Ferlach, hat das Unglück gesehen und beide Piloten gut gekannt: "Die beiden waren sehr erfahren. Deswegen bin auch sicher, dass da etwas gewesen sein muss, etwa eine Föhnböe. Diese Böe muss einen Flügel nach vor oder zurück gerissen haben, so dass beide bewusstlos gewesen sind, weil sonst hätten die beiden sicher das Flugzeug verlassen", sagte Socher.

Bei einem Segelbruch sei klar, dass die Piloten das Flugzeug verlassen müssen, sagte Socher, das hätten die beiden auch sicher gewusst. Ein Ausstieg ist unter normalen Umständen innerhalb von 1,5 Sekunden möglich, sagte Socher. Es hätte gereicht, die Gurte zu öffnen.
Segelflugzeug bei Ferlach abgestürzt (Bild: ORF/Orasche)
Tragflügel von Windböe abgebrochen?
Laut Augenzeugen stürzte das zweisitzige Flugzeug in der Nähe des Waldes mehrere hundert Meter vom Rollfeld entfernt ab. Die abgebrochene Tragfläche fiel etwa 500 Meter vom Absturzort entfernt zu Boden.

Die Unfallursache ist nicht bekannt. Zur Zeit des Unglücks herrschte in der Region lebhafter Wind.
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