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DI | 14.02.2012
Kühe im Stall (Bild: ORF)
LANDWIRTSCHAFT
Biobauern feiern 30-jähriges Jubiläum
Am Samstag findet in Spittal/Drau das 30-Jahr-Jubiläum der Kärntner Biobauern statt. Mittlerweile bearbeiten sie ingesamt 26.500 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Die unverfälschten Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.
Alles hat vor 30 Jahren mit 20 Mitgliedern begonnen.
Mittlerweile kärntenweit 1.400 Biobauern
Die "Körnerfraktion" oder die "alternativen Spinner" - mit solchen oder ähnlichen Worten wurden in den 1970er und 1980er Jahren jene nachsichtig belächelt, die erkannt haben, dass die Produktion von Biolebensmitteln Zukunft hat.

Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren haben 20 engagierte Bäuerinnen und Bauern aus Kärnten die Gründung des Landesverbandes der "organisch-biologisch wirtschaftenden Bauern Österreichs" beschlossen.

Mittlerweile produzieren 1.400 Biobauern in Kärnten, das sind zwölf Prozent der heimischen Bauern, nach den strengen Richtlinien Biolebensmittel.
Preisdruck oft groß.
1990er: Neue Vermarktungswege und Käufer
Mitte der 1990er Jahre begann auch der Lebensmittelhandel verstärkt auf Bioprodukte zu setzen. Dadurch wurden neue Vermarktungswege geschaffen und neue Käuferschichten erschlossen.

Diese Symbiose zahlt sich - trotz des manchmal heftig geführten Preiskampfes - immer noch aus, sagte Christian Perkonig, Geschäftsführer von Bio-Austria: "Mit dem Einstieg des Lebensmittelhandels in die Vermarktung von biologischen Produkten ist ein wichtiger Schritt gesetzt worden, um die biologische Landwirtschaft an sich weiterzuentwickeln. Das ist die positive Seite."

Die negative Seite sei, dass man auch in der Biolandwirtschaft einem starken Preisdruck ausgesetzt ist. Unter dem Strich müsse man allerdings sagen, dass der Lebensmittelhandel ein guter Partner sei "und wesentlich zu der Entwicklung, die in der Biolandwirtschaft stattgefunden hat, beigetragen hat", unterstrich Perkonig.
Nicht mehr nur Familien mit hohen Haushaltseinkommen vorbehalten.
2009: Mehr Bio-Lebensmittel denn je verkauft
Heute ist der Konsum von Bioprodukten kein Privileg von Familien mit hohen Haushaltseinkommen mehr. So gab es selbst im schwierigen Jahr 2009 - entgegen dem allgemeinen Trend - Zuwächse beim Umsatz von Bio-Lebensmitteln.

Mit 5,5 Prozent war der Anteil von Bioprodukten im Lebensmittelhandel in Österreich noch nie so hoch wie im vergangenen Jahr.
Nachhaltige Produktionsweise und Fairness als zentrale Elemente.
Alternative zu Monokultur und Überproduktion
Auch die Wünsche für die Zukunft sind bei der Jubiläumsfeier am Samstag definiert worden: Es solle noch mehr biologische Landwirtschaft geben, da diese die einzige Alternative zu den immer größer werdenden Problemen von Monokultur und Überproduktion sei, sind die Biobauern überzeugt.

Perkonig: "Uns ist als Konsument – gerade im Jahr 2009 und auch aktuell – bewusst geworden, dass es Zusammenhänge gibt und dass es durchaus sinnvoll ist, in Kreisläufen zu wirtschaften, generationsübergreifend zu denken und nachhaltig zu produzieren. Auch der Begriff der Fairness spielt eine immer wichtigere Rolle."
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