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POLITIK |
20.03.2010 |
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Drei fixe Kandidaten für SPÖ-Parteiobmann
In einer Woche findet in Klagenfurt der SPÖ-Parteitag statt, wo ein Nachfolger für Parteichef Reinhart Rohr gewählt wird. Drei fixe Kandidaten gibt es bereits, ein vierter ist wahrscheinlich. Es wird mit einer Stichwahl gerechnet.
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Ergebnis im ersten Wahlgang unwahrscheinlich. |
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Manzenreiter und Seifried aus dem Rennen
Reinhart Rohr hat ja seinen Rücktritt erklärt, nachdem zuvor eine Gruppe in der SPÖ, angeführt vom Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter, seine Ablöse verlangt hatte.
Nach dem ursprünglichen Plan hätte der Wolfsberger Bürgermeister, Gerhard Seifried, die Nachfolge Rohrs antreten sollen. Er hat allerdings abgewunken. Auch Manzenreiter selbst hat seine Kandidatur Anfang März zurückgezogen.
Mit Peter Kaiser, Herwig Seiser und Leopold Sever gibt es schon heute drei fixe Kandidaten. Am Parteitag selbst werden aber mindestens vier Kandidaten um den Parteivorsitz rittern. Da man sich, entgegen der ursprünglichen Absicht, im Vorfeld jedoch auf keinen Kandidaten einigen konnte, wird es wohl am Parteitag auch nicht im ersten Wahlgang funktionieren.
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kaernten.ORF.at
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Entscheidung Mitte kommender Woche. |
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Köfer-Kandidatur nicht mehr ausgeschlossen
Kandidat Nummer vier wird aus heutiger Sicht der Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer sein. Er war schon im Jänner als ein möglicher Kandidat für den Parteivorsitz im Gespräch, hat sich dann aber nach interner Kritik selbst aus dem Rennen genommen.
Laut Köfer gebe es jetzt aber immer mehr Menschen aus verschiedensten Organisationen - allen voran einige Oberkärntner Gewerkschaftsvertreter - die ihn auffordern würden, doch zu kandidieren.
Interview will Köfer derzeit keines geben. Er ließ lediglich verlautbaren, dass die Kandidatur eine spannende Herausforderung wäre. Seine Entscheidung, ob er nun als Parteichef kandidieren wird oder nicht, werde er bis Mitte der kommenden Woche bekanntgeben.
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kaernten.ORF.at; 3.2.10
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Sever überzeugt, "der Richtige" zu sein
Leopold Sever, SPÖ-Spitzenkandidat bei den Wirtschaftskammerwahlen, hat sich vor zwei Wochen - nach dem Rücktritt von Helmut Manzenreiter und nach den Wirtschaftskammerwahlen, bei denen er knapp zwölf Prozent der Stimmen erreicht hat – zur Kandidatur entschlossen.
Mit Selbstbewusstsein, Handschlagqualität und Verlässlichkeit sei er "der Richtige" für die Partei, zeigte Sever Lust auf mehr.
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kaernten.ORF.at; 4.3.10
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"Klare Oppositionspolitik" angestrebt. |
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Seiser: Parteitag als Richtungsentscheidung
Mit deutlich klareren Vorstellungen geht Herwig Seiser, Klubobmann der SPÖ im Kärntner Landtag, in den Parteitag: "Für mich ist der Parteitag eine Richtungsentscheidung, ob die Partei eine Abgrenzung von der schwarz-blauen Politik haben will oder nicht. Es ist eine Richtungsentscheidung in Richtung klare Oppositionspolitik."
Für diesen Kurs hat er bereits im Vorfeld sehr viel Zustimmung erhalten. Er werde versuchen, die Skeptiker am Parteitag zu überzeugen, zeigte sich Seiser optimistisch.
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kaernten.ORF.at; 4.3.10
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SPÖ soll wieder "Orientierung gebende, grundsatzorientierte Partei" werden. |
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Kaiser strebt mehr Geschlossenheit an
"Nicht gegen die anderen Kandidaten, sondern für die Sache" – diesen Leitspruch hat SPÖ-Landesrat Peter Kaiser als sein persönliches Motto für den Parteitag gewählt.
Es gehe darum, "dass wir in enger Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmern, der kommunalen Struktur der SPÖ, sowie mit den SPÖ Frauen und der SPÖ Jugend versuchen, die SPÖ so fit zu machen, dass sie wieder eine Orientierung gebende, grundsatzorientierte Partei ist, die ganz klar macht, für wen sie in der Politik in welcher Frage auch steht", so Kaiser.
Eines sei schon heute klar: Ist der neue Parteichef einmal gewählt, müsse sich die ganze Partei hinter ihn stellen, sagte Kaiser: "Wenn man auf einen Parteivorsitzenden schießt, schießt man auf die ganze Partei. Die Partei hat geschlossen auf solche Angriffe zu reagieren."
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kaernten.ORF.at; 15.2.10
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Seiser: "Letzte Chance für SPÖ in Kärnten"
Er gehe davon aus, dass beim Parteitag Folgendes klar werde: "Wenn wir so weitertun, wie in der Vergangenheit, werden wir nicht mehr reüssieren können", unterstrich Kaiser.
Herwig Seiser formulierte das noch etwas drastischer: "Aus meiner Sicht hat die Partei nur die Möglichkeit, am Parteitag eine Entscheidung zu treffen. Danach muss die gesamte Partei – die Bürgermeister, die Parteitagsdelegierten und die Organisationen – hinter dem Parteivorsitzenden stehen. Das ist die letzte Chance für die SPÖ Kärnten."
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