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DI | 14.02.2012
Publikum im Theater (Bild: Fotolia)
THEATER
"Zala" - Premiere eines alten Mythos
Die zweisprachige Südkärntner Theatergruppe "Teatr Trotamora" bringt mit dem Stück "Zala" die Adaption eines alten Mythos der Kärntner Slowenen auf die Bühne. Die Premiere am 19. März ist vor Auflage der Karten ausverkauft.
Uraufführung in St. Jakob im Rosental.
Preisgekrönter Autor
Geschrieben wurde die Geschichte von Simone Schönett und Harald Schwinger, der für "Das dritte Moor" vom Unterrichtsministerium mit dem Autorenpreis ausgezeichnet wurde. Die Uraufführung findet am Freitag, dem 19. März, in St. Jakob im Rosental statt.
Frau wurde von Türken verschleppt.
Verschleppte Slowenin als Mittelpunkt
"Wir wollten im Jubiläumsjahr 90 Jahre Kärntner Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 etwas machen", erklärte Regisseur Marjan Stikar am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt.

Dafür versetzte man den Mythos der "Miklova Zala", einer Symbolgestalt für die aufrechte, leidgeprüfte Kärntner Slowenin, die von plündernden Türken verschleppt wurde und nach vielen Jahren befreit wird und in die Heimat zurückkehren kann, in die Jetztzeit.

Die moderne "Zala" flüchtet aus der Enge ihrer Heimat freiwillig nach Istanbul, kehrt nach einigen Jahren in ihre Rosentaler Heimatgemeinde zurück und ist schockiert von dem, was sie vorfindet.
Enormes Interesse.
Stück in mehreren Sprachen
"Im Zentrum des Stücks steht das Abwehrkämpferdenkmal in St. Jakob, das 1937 von illegalen Nationalsozialisten errichtet wurde", erzählte Schönett. Diese Personen treten in dem Stück ebenso auf wie die in Stein gemeißelten Allegorien, wie der Arbeiter oder der Bauer. Sie reflektieren die Entwicklung des Landes aus ihrer Sicht.

So sollen in dem Drama über Identitätsverlust, Liebe, Eifersucht, Verrat und Widerstand Kärntner Mythen, Lügen und Verlogenheiten sarkastisch auf die Bühne gebracht, sagte Stikar.
Gespielt wird viersprachig auf Deutsch, Türkisch, Slowenisch und im Kärntner slowenischen Dialekt. Alle Dialoge werden übersetzt und auf die Bühne projiziert.

So würden stilisierte Fahnen als Projektionsflächen benützt, sagte Rudi Melcher, der für den technischen Part und die Visualisierung der Übersetzungen zuständig ist. Das Interesse an dem Theaterstück ist offenbar enorm, die Premiere ist bereits vor der Veröffentlichung der Termine ausverkauft gewesen.
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