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MI | 11.04.2012
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VERKEHR
Koralmbahn: Beschwerde beim VwGH
Die Bürgerinitiativen der Fremdenverkehrsregion Klopeinersee-Turnersee haben gegen die Koralmbahn Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof erhoben. Befürchtet werden Lärmbelastung und die Zerstörung wertvoller Naturräume.
190 Liegenschaften betroffen
Bereits seit zehn Jahren protestieren die Bürgerinitiativen aus den Gemeinden St. Kanzian, Völkermarkt und Grafenstein gegen die Trassenführung der Koralmbahn, zunächst im Rahmen der UVP und nun beim "Eisenbahnrechtlichen Baugenehmigungsverfahren" (EB).

Bei der Beschwerde geht es um den eisenbahnrechtlichen Genehmigungsbescheid für den Abschnitt Mittlern-Althofen an der Drau. Unter anderem sind von der Trassenführung 190 Liegenschaften, vorwiegend Einfamilienhäuser, betroffen.

Der Bescheid wurde im Dezember letzen Jahres erlassen. Nachdem dagegen kein ordentliches Rechtsmittel zulässig sei, habe man Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingereicht.
Auch Sorge um den Fremdenverkehr
Die Beschwerdepunkte sind zahlreich. Die Lärmbelastung für die Anrainer würde in der Nacht mehr als die zulässige Belastungsgrenze von 45 dB betragen.

Durch die Trassenführung würden weiters wertvolle Feuchtgebiete und damit Lebensräume für geschützte Tiere und Pflanzen zerstört, so die Bürgerinitiativen. Eine günstigere Trassenführung sei nicht im Detail geprüft worden.

Auch würde die hohe Lärmbelastung entlang der Bahntrasse gravierende Auswirkungen auf den Fremdenverkehr in der gesamten Region haben.
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