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CHRONIK |
20.02.2010 |
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Lawinenabgang: Zwei Kärntner als Lebensretter
Am Goldeck ist es am Samstag zu einem Lawinenabgang gekommen. Zwei junge Kärntner wurden zu Lebensrettern. Sie gruben einen Verschütteten aus eineinhalb Meter Tiefe aus. Der 55-jährige Mann aus Spittal wurde leicht verletzt.
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Das Lawinenopfer hätte wohl wenig Überlebenschancen gehabt. |
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Lawinenpiepser empfingen Signal
Die beiden jungen Männer beobachteten den Lawinenabgang in der Sattlegger Rinne, fuhren dann zum Lawinenkegel und schalteten auf gut Glück ihre Lawinenpiepser ein. Dabei konnten sie ein Signal aus der Lawine empfangen. Sofort begannen sie systematisch mit der Suche und konnten einen Verschütteten aus eineinhalb Meter Tiefe retten.
Der 20-jährige Student Benjamin Lin aus Villach, ehrenamtlicher Mitarbeiter vom Samariterbund Villach, ortete den Piepser des Verschütteten in 38 Meter Entfernung: "Wir sind den Lawinenkegel entlanggegangen, bis wir bei zwei, drei Metern waren. Dann haben wir angefangen, mit der Sonde zu suchen. Dann haben wir zu graben angefangen und haben seinen Kopf gesehen."
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Der Bergretter ist voller Bewunderung für die jungen Männer. |
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Junge Freerider perfekt ausgerüstet
Zum weiteren Rettungsverlauf Markus Otruba, Schüler aus Wernberg: "Er ist auf dem Bauch gelegen, dadurch mit der Nase genau im Schnee drin. Wir haben schnell noch ein Loch druntergebuddelt, damit er atmen konnte, während wir ihn ausgegraben haben. Er war gleich wieder bei Bewusstsein."
Die beiden 20-Jährigen riefen die Rettungsmannschaften. Der erhebende Beamte und Bergführer Erwin Schumi ist davon überzeugt, dass die beiden dem Mann das Leben gerettet haben: "Wenn die Burschen dort nicht zufällig vorbeikommen und den Abriss sehen, und nicht alles mithaben - das habe ich noch nie gesehen, die hatten alles mit - Sonde, Schaufel, Pips. Die Burschen, die Freerider, graben den aus 1,40 Meter Tiefe aus und der lebt. Das ist wie ein Wunder."
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Der Bergretter versteht das Vorgehen des Lawinenopfers nicht. |
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Heftige Kritik am Leichtsinn des Verunglückten
Auch wenn der Vorfall glimpflich ausgegangen ist: Der Verschüttete hat selbst grob fahrlässig gehandelt, kritisierte Schumi. Der Mann sei mehrmals gewarnt worden, nicht in die Sattlegger Rinne einzufahren.
"Das ist rücksichtslos, was er gemacht hat. Sechs, sieben Leute haben oben abgesperrt, und er fährt trotzdem hinein. Der ist aber hier zuhause, von Millstatt. Der kennt das Goldeck und fährt bei Neuschnee in die steilen Hänge. Ich verstehe bei sowas die Welt nicht mehr."
Der 55-Jährige wurde mit leichten Verletzungen und einer Unterkühlung vom Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Spittal geflogen.
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kaernten.ORF.at
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