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MO | 13.02.2012
Lawine (Bild: Fotolia)
CHRONIK
Lawine: Entwarnung nach Suchaktion
In Kärnten und an der Grenze zu Slowenien hat es am Samstag drei Lawinenabagänge gegeben. Auf der Koralpe musste die Suche nach möglichen Verschütteten am Abend abgebrochen werden, am Sonntag wurde Entwarnung gegeben.
Bergretter suchten bis zum Einbruch der Nacht nach Verschütteten
Lawinenabgang auf der Koralpe
Am späten Nachmittag ist auf der Koralpe knapp unterhalb der Radarstation "Goldhaube" ein ca. 200 m breites Schneebrett abgegangen. Da Skispuren gesichtet wurden, die in den Lawinenkegel hineinführten, unterhalb jedoch keine Spuren zu entdecken waren, wurde befürchtet, dass Menschen unter den Schneemassen begraben waren.

Die Bergretter begannen mit der Suche, die sie aber schließlich gegen 22.00 Uhr abbrechen mussten. Die Rettungsmannschaften durften auch nicht auf den Lawinenkegel, es bestand die große Gefahr von Nachlawinen. Der Kegel am Ende des Hanges ist zehn Meter hoch.

Die Suche wurde am Sonntag bis gegen Mittag fortgesetzt. Mittlerweile geht man davon aus, dass es keine Verschütteten gibt, der Einsatz wurde beendet. Ein Augenzeuge erklärte, er habe zwei Menschen abfahren sehen. Zudem wurde weder ein Signal eines Verschüttetensuchgerätes geortet, noch haben die Lawinenhunde der Bergrettung angeschlagen. Auch gab es bisher keine Vermisstenmeldung.
Hüttenwirtin verständigte die Polizei
Tourengeher auf der Hochrindl hatte Glück
Auch auf der Hochrindl hat es am Nachmittag einen Lawinenabgang gegeben. Ein Tourengeher, ein 56 Jahre alter Mann aus Feldkirchen, ist am weißen Kreuz von einem 150 Meter breiten Schneebrett erwischt worden, dass ihn rund 70 Meter mitriss. Der Mann konnte sich selbst befreien.

Eine Hüttenwirtin hatte den Lawinenabgang gesehen und die Polizei verständigt. Der Mann war alleine unterwegs und hatte keinen Lawinenpiepser bei sich. Er wurde vom Polizeihubschrauber in Sicherheit gebracht.
Loibl: Tödlicher Lawinenunfall in Slowenien
Auf der slowenischen Seite des Loibltunnels wurde am Samstag ein Slowene bei einem Lawinenabgang getötet. Gegen Mittag ging die Lawine knapp hinter der Staatsgrenze beim Loibltunnel ab, zwei Menschen wurden verschüttet. Eine Person konnte sich selbst befreien, nach der anderen wurde stundenlang gesucht.

50 slowenische Bergretter und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Der Mann konnte jedoch nur noch tot geborgen werden. Nach Angaben der slowenischen Nachrichtenagentur handelt es sich bei dem Opfer um einen 36 Jahre alten Slowenen aus der Ortschaft Trzic.

Auf der Zelenica über dem Skigebiet beim Loiblpass herrscht so wie im Süden Kärntens Lawinenwarnstufe 4.
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