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DI | 14.02.2012
Sonderanstalt Saualm (Bild: APA/Eggenberger)
POLITIK
Saualm-Asylwerberheim: 1.000 Euro pro Tag
Laut Medienberichten zahlt das Land Kärnten der Betreiberin des Heims auf der Saualm eine Pauschale für 25 Asylwerber - unabhängig davon, wie viele dort wirklich untergebracht sind. Das kostet in Summe 1.000 Euro pro Tag.
Die Betreiberin hat eine Garantie für zwei Jahre.
Dreimal so teuer wie andere Heime
Die umstrittene "Sonderanstalt" auf der Saualm ist in jeder Hinsicht ein Sonderfall. Wegen des erhöhten Betreuungsaufwands beträgt die Pauschale 40 Euro täglich, für alle anderen Asylwerber werden lediglich 14,62 Euro pro Tag überwiesen.

1.000 Euro pro Tag, garantiert auf zwei Jahre, ergeben 730.000 Euro. Für den Landessprecher der Grünen, Rolf Holub, ist das "reine Geldverschwendung" - zumal die meisten Asylwerber das Quartier in der Einschicht schon nach wenigen Tagen wieder verlassen würden.
"Gesonderte Unterbringung ist so gewollt."
Dörfler: Nicht bei Sicherheit sparen
Derzeit seien 13 Asylwerber auf der Saualm, erklärte der Flüchtlingsbeauftragte des Landes, Gernot Steiner. Weitere vier seien bereits wieder aus dem Erstaufnahmezentrum Traiskirchen zugewiesen worden. "Natürlich kostet die Betreuung auf der Saualm mehr", räumte Steiner ein, "aber die gesonderte Unterbringung ist bei uns in Kärnten so gewollt."

Das bekräftigte auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK): "Ich werde ganz sicher nicht bei der Sicherheit sparen." Er wies auch darauf hin, dass der Bund 60 Prozent der Kosten bezahle. Wenn das Verfahren länger als ein Jahr dauere, seien es überhaupt 100 Prozent.
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