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BILDUNG |
08.02.2010 |
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Neue Mittelschule: Heftige Kritik nach Absagen
Die Debatte um die neue Mittelschule dauert an: Nur rund 50 Prozent der eingereichten Schulen sind genehmigt worden. Die Auswahl sei unprofessionell erfolgt, sagen Kritiker. Sie fordern eine neue, "objektivere" Auswahl.
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Ministerium hält sich strikt an Zehn-Prozent-Grenze |
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Nur für zehn Prozent aller Klassen
Die Neue Mittelschule, die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen, wird nach wie vor als Schulversuch geführt. Dieser ist laut Gesetz nur in zehn Prozent aller Klassen möglich, einer Erhöhung auf 20 Prozent hat die ÖVP auf Bundesebene nicht zugestimmt.
Genau das ist laut Walter Ebner, dem amtsführenden Präsidenten des Kärntner Landesschulrates, auch der Grund dafür, dass nicht alle Schulen, die ein Konzept für die Neue Mittelschule vorgelegt haben, auch als solche geführt werden können. Das Ministerium hält sich nämlich strikt an die Zehn-Prozent-Grenze.
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Die neue Mittelschule wird für 36 Klassen umgesetzt. |
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50 Prozent nicht genehmigt
50 Prozent der eingereichten Schulen seien, laut Ebner, nicht genehmigt worden und eine Erweiterung auf mehr Schulklassen seien bedauerlicherweise nicht möglich, da das Bundesministerium die Zusage dafür wieder zurück genommen habe.
Diese Zusage, die wohl etwas zu voreilig an die Schulen weitergegeben worden sein dürfte, habe es allerdings nur mündlich und niemals schriftlich gegeben, bekennt Ebner ein und entschuldigt sich dafür auch bei allen Betroffenen.
Dennoch wird es im kommenden Schuljahr bei den 13 neuen Standorten für die Neue Mittelschule mit 36 Klassen bleiben. Neun Schulen, die die Zusagen gehabt haben, sind herausgefallen und bleiben damit Hauptschulen, was für heftige Proteste bei Eltern und Lehrern sorgt.
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Einzelne Standorte
würden bevorzugt |
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SPÖ: Entscheidungen nicht nachvollziehbar
Der Vizepräsident des Landeschulrates, Rudolf Altersberger (SPÖ), kritisierte die Art und Weise, wie die neuen Standorte ausgewählt worden sind: Die Entscheidungen für die 13 festgelegten Standorte seien "etwas unprofessionell, intransparent und nicht nachvollziehbar" getroffen worden.
Man habe die "pädagogischen, fachlichen und regionalen Kriterien" der einzelnen Angemeldeten vernachlässigt. Altersberger vermutet ebenfalls politische Motive als Grund für die Bevorzugung mancher Standorte, "weil eben der Wohnort in der Nähe gewisser Politiker liegt."
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Anzeige gegen Spittaler Schulgemeindeverband |
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Neue Auswahl gefordert
Daher wäre es wohl das Beste, wenn man die 13 Standorte nach objektiven Kriterien neu auswählen würde, sagte Altersberger. Im Zusammenhang damit gebe es auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen den Vorsitzenden des Schulgemeindeverbandes Spittal an der Drau.
Laut Altersberger habe er nämlich die Direktion der Hauptschule 2 in Spittal ohne vorherigen Beschluss im Gremium aufgelöst.
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kaernten.ORF.at; 26.1.10
Verärgert über die Ablehnung von Anträgen zur Einrichtung von Neuen Mittelschulen (NMS) hat sich am Dienstag auch Kärntens Bildungsreferent Uwe Scheuch (FPK) gezeigt. Er forderte in einer Aussendung das "Ende der Blockadepolitik".
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oesterreich.ORF.at; 26.1.10
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