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DI | 14.02.2012
LH Gerhard Dörfler, Uwe Scheuch (Bild: APA/Eggenberger)
POLITIK
Scheuch mit 90,15 Prozent wiedergewählt
Uwe Scheuch wurde am Samstag beim Landesparteitag der Freiheitlichen in Kärnten/FPK mit 90,15 Prozent der Delegiertenstimmen wieder zum Obmann gewählt. BZÖ-Obmann Josef Bucher war nicht angetreten, es stand nur Scheuch zur Wahl.
Scheuch will auf alle zugehen, die nicht für ihn gestimmt haben.
311 von 345 stimmten für Scheuch
311 der insgesamt 345 Delegierten stimmten für Scheuch. Damit ist auch die "Rückkehr" zur FPÖ gesichert, die nach den Wahlen der Stellvertreter und des Vorstandes in Form eines Leitantrages auf der Tagesordnung stand.

Als das Ergebnis verkündet wurde, gab es tosenden Beifall und Jubel im Konzerthaus. Scheuch in seiner ersten Reaktion: "Es ist deutlich mehr geworden, ich bin stolz darauf, danke dafür. Ich möchte euch noch etwas sagen, ich möchte ganz ehrlich auf jene zugehen, die mir das Vertrauen nicht geschenkt haben. Auf jede einzelne Stimme, die aus Überzeugung, aus Unsicherheit oder anderen Gründen gesagt hat, nein, das ist der falsche Obmann, nein, das ist der falsche Weg."
Zwei neue Stellvertreter kamen zu den vier bestehenden dazu.
Sechs Stellvertreter für Scheuch
Dem wiedergewählten FPK-Chef Uwe Scheuch sind beim Landesparteitag in Klagenfurt sechs Stellvertreter zur Seite gestellt worden. Dabei handelt es sich um die bisherigen vier Vizes, Nationalrat Martin Strutz, Landesrat Christian Ragger und die Landtagsabgeordnete Wilma Warmuth sowie Landesrat Harald Dobernig. Neu dabei sind Landtagspräsident Josef Lobnig und Landeshauptmann Gerhard Dörfler.

Auch über die Stellvertreter wurden - wie schon zuvor bei Scheuch - in einer geheimen Wahl abgestimmt. Dörfler und Lobnig erhielten jeweils 96,6 Prozent, Dobernig und Ragger jeweils 96,9 Prozent, Warmuth 91,2 Prozent und Strutz 83,9 Prozent.
Ragger, Scheuch, Dörfler (Bild: APA/Eggenberger)
Für Bucher war das Ergebnis "absehbar".
Bucher: Nicht mehr meine Partei
BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher will das Ergebnis beim FPK-Landesparteitag in Klagenfurt nicht anfechten. "Ich nehme das zur Kenntnis. Das ist aber nicht mehr meine Partei", sagte Bucher in einer Stellungnahme nach der Wiederwahl Uwe Scheuchs zum Chef der Freiheitlichen in Kärnten. Details über die Zukunft des BZÖ in Kärnten will er bei einer Pressekonferenz am Montag bekanntgeben.

"Das Ergebnis war für mich absehbar, wenn man gesehen hat, was im Vorfeld alles unternommen wurde", sagte ein sichtlich enttäuschter Bucher. Über die Inszenierung des Parteitages müsse sich jeder selber ein Bild machen.

Fazit: Wenn das BZÖ in Kärnten weiter bestehen will, muss es eine neue Organisation aufbauen. Der Weg bei künftigen Wahlen wird aber steinig sein.
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