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MI | 11.04.2012
Symbolfoto Geld (Bild: ORF/rubra)
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POLITIK
ÖVP-Jugend gegen "Jugendtausender"
Das Wahlzuckerl "Jugendtausender" bleibt manchem im Halse stecken. Nun distanzierte sich die Junge ÖVP davon, es sei ein "Bumerang für die Jungen." Auch ÖVP-Obmann Josef Martinz will zurückrudern und mit dem FPK sprechen.
Plötzlich stimmte auch die SPÖ dafür.
ÖVP und SPÖ machten mit
Nach geschlagener Wahl war der Jugendtausender wohl eine orange Koalitionsbedingung. ÖVP und SPÖ hatten den Jugendtausender während des Wahlkampfes abgelehnt. Die ÖVP zog dann mit.

Beim Beschluss am 13. Oktober durch der Landesregierung war zur Überraschung vieler plötzlich auch die SPÖ mit im Boot.

Sechs Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds sind veranschlagt. Bis zu 1.000 Euro gibt es für 16- bis 18-Jährige für den Führerschein, für die Beschaffung von Wohnraum oder die Ausbildung.
"Man gibt etwas und bekommt nichts zurück."
"Ein Bumerang für die Jugend"
Außerhalb Kärntens wird die jüngste Wohltat angesichts der rasanten Schuldenentwicklung in Kärnten vielfach mit Kopfschütteln quittiert. Die Junge ÖVP in Kärnten schließt sich diesen Bedenken an. Ihr Obmann Dominik Pirker sagte, der Jugendtausender sei ein Bumerang für die Jugend.

Pirker: "Der Jugendtausender ist in Wahrheit nur ein Ergebnis der Brot-und-Spiele-Politik der früheren Machthaber und in Wahrheit war es ein Wahlzuckerl, um auch die Jungwähler anzusprechen. Das ist budgetiert mit sechs Millionen Euro, da gibt man etwas und bekommt nichts zurück. Das muss man sich dann, da wir die Finanzlage Kärntens kennen, beim Steuerzahler zurückholen.
Der Jugendtausender könnte bald Geschichte sein.
Martinz will mit Koalitionspartner reden
ÖVP-Landesparteiobmann Josef Martinz kündigte am Freitag an, beim Budget einen "schärferen Kurs" einzuschlagen und sich "Ende Jänner oder Anfang Februar mit dem Koalitionspartner in diese Richtung zu verständigen". Er wolle "einen offenen Diskussionsprozess" auslösen, meinte Martinz.

"Aus dem Zukunftsfonds gibt es für dieses Projekt (Jugendtausender, Anm.) nichts mehr", sagte Martinz am Freitag bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt. Man müsse sich in Anbetracht der Tatsache, dass man für die Sanierung der Hypo "tief in die Tasche greifen musste" überlegen, ob dieses Projekt noch möglich sei.

"Der Koalitionspartner ist gefordert, zu beantworten, ob das das Wichtigste ist", so der ÖVP-Politiker. "Dort und da" müsse man auch bei Wirtschaftsförderungen "neue Wege gehen", meinte Martinz.
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