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MI | 11.04.2012
Wörther See (Bild: Wörthersee Tourismus)
WIRTSCHAFT
KHBAG: Hypo dementiert drohende Insolvenz
Die Hypo Group Alpe Adria hat am Donnerstag einen Medienbericht über eine angebliche bevorstehende Insolvenz ihrer Tochter, der Kärntner Holding Beteiligungs AG (KHBAG), zurückgewiesen.
"Das ist ein Gerücht, das jeder Grundlage entbehrt", erklärte eine Hypo-Sprecherin gegenüber der APA.
"Touristische Renommierprojekte".
Kärnten hatte Übernahme verweigert
Zur KHBAG gehört neben einer Reihe von Golfprojekten das Schlosshotel Velden am Wörthersee. Bei den Verhandlungen zur Rettung der Hypo hatte sich das Land Kärnten beharrlich und letztendlich erfolgreich geweigert, die hundertprozentige Hypo-Tochter für 100 Mio. Euro zu übernehmen.

Laut "Oberösterreichische Nachrichten" ("OÖN", Donnerstag-Ausgabe) sind in der Holding "touristische Renommierprojekte", die der frühere Landeshauptmann Jörg Haider "seiner Landesbank" umgehängt habe, zwar zu den Kauf- bzw. Errichtungskosten mit 100 Mio. Euro in den Büchern. 50 Mio. müssten allerdings umgehend abgeschrieben werden. Dies wurde am Donnerstag von der Hypo Group vorerst "weder bestätigt noch verneint".
Zu wenig Zeit für Due Diligence.
Brisanter Schriftverkehr zitiert
Das Blatt zitiert dazu einen Schriftverkehr zwischen der Kärntner Landesholding und der Hypo am 9. Dezember, also fünf Tage vor der Rettung der Bank durch den Bund.

Zuerst schrieben die Vorstände der Kärntner Landesholding, Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander, an Hypo-Chef Franz Pinkl, dass eine Grundsatzentscheidung, ob man überhaupt Gespräch zur Übernahme der KHBAG führe, erst nach einer Due-Diligence-Prüfung getroffen werde.

Pinkls Antwort lautete, dass dafür wohl keine Zeit mehr sei. Übernehme Kärnten die Projekte nicht, werde der Vorstand pflichtgemäß handeln. Übersetzt heißt das laut "OÖN": Die KHBAG werde in die Insolvenz geschickt.
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