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Symbolfoto |
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CHRONIK |
25.11.2009 |
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56.000 Frauen werden pro Jahr misshandelt
Mittwoch ist der "Internationale Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen". In Kärnten werden nach Schätzungen jährlich rund 56.000 Frauen misshandelt. In Klagenfurt fand ein "Pfeifkonzert" gegen die Gewalt statt.
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Viele Frauen fühlen sich von Männern abhängig. |
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Meistens auch Kinder betroffen
Körperliche, seelische Gewalt und Stalking betreffen Frauen in immer stärkerem Ausmaß. Von häuslicher Gewalt sind meistens auch Kinder betroffen.
580 Frauen nahmen heuer im Kärntner Gewaltschutzzentrum in Klagenfurt Hilfe wegen familärer Gewalt in Anspruch genommen, sagte Geschäftsführerin Roswitha Bucher. Den Partner zu verlassen und Hilfe anzunehmen sei für viele Frauen eine große Hürde, denn sie fühlen sich abhängig.
Bucher: "Eine der Hauptursachen für häusliche Gewalt ist Abhängigkeit. Abhängigkeit macht es auch sehr schwierig, auszusteigen. Ein Appell an Frauen kann nur sein, einen Beruf auszuüben, von dem sie leben kann - nach Möglichkeit."
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50 Tage bleibt eine Frau im Durchschnitt im Frauenhaus. |
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Eigenständiges Leben aufbauen
Beratung und Schutz finden die Opfer von häuslicher Gewalt auch in einem der vier Frauenhäuser in Kärnten. Alle sind zur Gänze ausgelastet. Pro Jahr sind es 170 Frauen mit ihren Kindern, die diese kostenlose Einrichtung in Anspruch nehmen. Im Durchschnitt bleibt eine Frau mehr als 50 Tage im Frauenhaus, bis sie sich ein eigenständiges Leben aufgebaut hat.
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Immer mehr Stalkingopfer. |
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144 Betretungsverbote ausgesprochen
144 Mal musste die Polizei im vergangenem Jahr ein Betretungsverbot aussprechen und den gewalttätigen Partner von der gemeinsamen Wohnung verweisen. Stark nahm die Zahl der Stalkingopfer zu, die von ihrem Ex-Partner verfolgt und belästigt werden.
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Pfeifkonzert gegen die Gewalt
In mehreren österreichischen Landeshauptstädten wurde am Mittwoch zum ersten Mal die "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" gestartet. Auch in Klagenfurt erfolgte der Auftakt unter dem Motto "Ich pfeif auf Gewalt" mit einem Pfeifkonzert vor dem Rathaus.
Frauenreferentin Andrea Wulz (Grüne) und Frauenbeauftragte Astrid Malle forderten stärkere gesetzliche Schutzbestimmungen zum Schutz der Frauen vor Gewalt. So müsse die juristische Prozessbegleitung auch auf Zivilverfahren ausgedehnt werden und die Missachtung der "Wegweisung" müsse als Straftatbestand gelten.
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ORF.at
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