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ENERGIE |
20.11.2009 |
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Slowenien will zweiten Reaktorblock
Bis zum Sommer 2010 will Slowenien über den Bau eines zweiten Reaktorblocks im Atomkraftwerk Krsko entscheiden. Das hat am Freitag der slowenische Wirtschaftsminister angekündigt.
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Entscheidung bis Mitte 2010
Der geplante zweite Reaktorblock im slowenischen Atomkraftwerk Krsko könnte ab dem jahr 2015 gebaut werden. Das kündigte der slowenische Wirtschaftsminister Matej Lahovnik am Freitag gegenüber der slowenischen Nachrichtenagentur STA an.
"Ich unterstütze den Bau des zweiten Reaktors, weil die Atomenergie für Slowenien sehr attraktiv und notwendig ist", sagte der liberale Politiker weiter. Eine endgültige Entscheidung zum Ausbau des AKW Krsko soll bis Mitte 2010 im Rahmen des neuen staatlichen Energieprogramms gefasst werden.
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Neuer Reaktorblock ab 2020 in Betrieb
Der neue Block mit einer Leistung von 1.000 bzw. 1600 Megawatt könnte 2020 in Betrieb genommen werden. Seine Betriebsdauer würde 60 Jahre betragen, mit der Möglichkeit einer 20-jährigen Verlängerung.
Als mögliche Lieferanten werden der amerikanische Konzern Westinghouse, der Anfang der 1980er Jahre den ersten Reaktorblock in Krsko baute, die französische Areva oder die japanische Mitsubishi gehandelt.
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Umstrittenes Kraftwerk Krsko
Das Anfang der 1980er Jahre mit westlicher Technologie errichtete Krsko ist bei Atomgegnern vor allem deswegen umstritten, weil es auf einer Erdbebenlinie liegen soll.
Anfang Juni l2008 öste die EU-Kommission nach dem Austritt von Kühlwasser im AKW-Kühlsystem einen europaweiten Alarm aus, der sich jedoch bald schon als übertrieben herausstellte. Die EU-Kommission lobte damals die Transparenz der slowenischen Atombehörden.
In Österreich reagierte man jedoch verstimmt, weil die Laibacher Atomsicherheitsbehörde in ihrer Zwischenfallsmeldung irrtümlich von einer "Übung" berichtet hatte.
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Italien könnte Slowenien beim Bau unterstützen. |
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Wert: Bis zu 5 Milliarden Euro
Der Wert des Projekts wird auf 3,5 bis 5 Milliarden Euro geschätzt. Angesicht dessen werde dies nicht nur ein Projekt der slowenischen Energiewirtschaft, sondern des gesamten Landes sein, sagte der Minister.
Beobachter halten es für unwahrscheinlich, dass die für den AKW-Bau erforderlichen Mittel in Slowenien allein aufzutreiben sein werden. Medienberichten zufolge ist vor allem Italien interessiert, sich an dem Bauprojekt zu beteiligen.
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Fragen zur Lagerung des Atommülls noch zu klären. |
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Volksabstimmung geplant
In Zusammenhang mit einer Volksabstimmung über den etwaigen AKW-Bau betonte Lahovnik, dass zuvor alle offenen Fragen wie die Ablage des Atommülls oder der Umweltauswirkungen geklärt werden müssen. "Wir müssen genaue Antworten haben, um glaubwürdig zu sein." Für ein Referendum in dieser Frage hat sich bereits Ministerpräsident Borut Pahor ausgesprochen.
Im Fall einer positiven Entscheidung über den Bau des zweiten Reaktorblocks würden zwischen 2011 und 2013 die nötigen Ausschreibungen durchgeführt werden, mit dem Bau würde man im Jahr 2015 starten, geht aus den Projektanalysen hervor.
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kaernten.ORF.at; 5.8.09
Die Kärntner Grünen haben am Mittwoch mit Kollegen aus dem Alpe-Adria-Raum das Atomkraftwerk Krsko besucht. Das Resümee: Die Risiken seien nach wie vor unüberschaubar. Erneut wird ein Aus- und Neubaustopp für AKWs gefordert.
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