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DI | 14.02.2012
Unfall A2 (Bild: HFW Villach)
CHRONIK
Zwei Verletzte bei Unfall auf Südautobahn
Eine 21-jährige Frau aus Egg/Faaker See ist mit ihrem Wagen am späten Samstagabend auf der A2 von der Fahrbahn abgekommen. Zwei Frauen wurden verletzt. Ein Ersthelfer wollte weitere Autos anhalten - vorerst vergeblich.
Pkw ist Totalschaden
Gegen 23.30 Uhr kam eine 21-jährige Frau mit ihrem Pkw auf der A2 im Bereich Villach aus bisher unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab und prallte gegen das Leitschienenband. Durch die Wucht des Anpralls wurde das Fahrzeug wieder auf die Fahrbahn zurückgeschleudert.

Die Lenkerin und ihre 18-jährige Beifahrerin wurden verletzt.

Peter Pfaffenberger kam mit seiner Freundin als Erster an die Unfallstelle. Er war nach einem Kinobesuch auf dem Heimweg, als seine Freundin das Wrack sah. Pfaffenberger hielt am Pannenstreifen an, um zu helfen. Was er dabei erleben musste, schilderte der Ersthelfer gegenüber Radio Kärnten.
Unfall A2 (Bild: HFW Villach)
Mehrer Autos schlängelten sich zwischen dem Wrack und dem Auto des Helfers durch.
"Die Leute wollten damit nichts zu tun haben"
Pfaffenberger: "Der erste Eindruck von meiner Freundin und mir war, da kann keiner überlebt haben. Wir haben dann gleich die Polizei angerufen. Man hat gesehen, dass noch jemand im Auto war, eine Frau mit einer großen Wunde am Kopf. Ein Mädchen ist zwischen den Leitplanken herumgelaufen. Nach dem Anruf habe ich versucht, und da habe ich gedacht, das kann doch nicht sein, einen anderen Wagen zum Stehenbleiben zu bewegen."

Und weiter: "Die ersten fünf, sechs Autos sind zwischen meinem Auto auf der rechten Spur und dem Unfallauto auf der linken Spur irgendwie durchgefahren. Die Leute wollten einfach mit der Sache nichts zu tun haben. Mir war wichtig, dass mir noch jemand hilft, die Unfallstelle zu sichern. Ich habe gehofft, dass ein Arzt vorbeikommt, jemand der sich mit erster Hilfe auskennt. Mich haben fast ein paar überfahren, das Unfallauto war total finster, kein Licht hat mehr geleuchtet. Der nächste wäre wahrscheinlich auch noch hineingefahren."
Schockierend für den Helfer.
Endlich hielten ein paar Lenker an
Nach einigen Wagen, die nicht anhielten, seien doch Wagen stehen geblieben, schilderte Pfaffenberger. Es habe sich dann ein längerer Stau gebildet. Ein paar Lenker seien zum Auto gegangen, dann sei auch bald die Polizei und Rettung gekommen. Schockierend für ihn sei gewesen, dass anfangs niemand stehen geblieben sei.
Unfall A2 (Bild: HFW Villach)
Unterlassene Hilfeleistung ist strafbar
Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Im Einsatz standen die Hauptfeuerwache Villach mit 15 Mann und die FF Drobollach mit drei Mann. Die Südautobahn war eine Stunde lang erschwert passierbar.

Die Lenker, die vorbei fuhren, machten sich des Vergehens der unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Sie müssten mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr rechnen, sollten sie ausgeforscht werden.
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