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FINANZEN |
13.10.2009 |
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Zinsen zu hoch: BAWAG löst Sparbücher auf
Hunderte BAWAG-Kunden in Kärnten haben ungewöhnliche Post bekommen: Die Bank teilt darin mit, dass langjährige Vorsorgesparbücher aufgelöst werden. Die Zinsen auf diesen Sparbüchern seien zu hoch, so die Bank.
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Zinsen deutlich über Marktdurchschnitt
Die Bankkunden sind erbost und verärgert. Ihre Kapitalsparbücher, die zum Teil schon seit Jahrzehnten bestehen, werden gekündigt. Die Zinsen, die sie dafür bekommen, seien der Bank zu hoch, heißt es. Dabei geht es um Zinsen um die vier Prozent. Derzeit bekommt man im Schnitt für ein Kapitalsparbuch, das drei Jahre läuft, etwa 2,75 Prozent Zinsen.
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Die Kündigung ist rechtlich gedeckt, sagt die AK. |
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Dauerschuldverhältnis kann gekündigt werden
Viele der Betroffenen suchten bei der Arbeiterkammer Rat. Seit Wochen stapeln sich Beschwerden über die BAWAG-PSK bei der Kärntner Arbeiterkammer. Doch die Konsumentenschützer können nichts dagegen tun, die Kündigung der Sparbücher sei rechtens.
Die Kapitalsparbücher, die gekündigt werden sollen, sind zwar auf unbefristete Zeit abgeschlossen worden. Dennoch sei das kein Grund, sie nicht seitens der Bank aufzulösen, sagte Josefine Traunik, die oberste Konsumentenschützerin in der Arbeiterkammer Kärnten: "Da die Sparbücher auf unbestimmte Zeit abgeschlossen sind, liegt ein Dauerschuldverhältnis vor. Dieses kann von beiden Seiten gekündigt werden."
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AK rät: Kündigungsdauer abwarten
Die Arbeiterkammer rät, die Kündigungsdauer, nämlich sechs Monate, abzuwarten: "Bis zum Ablauf der Kündigungsfrist muss die Bank die Zinsen weiterbezahlen, und die sind höher als vergleichbare."
Die Bank bietet schon jetzt ihren Kunden Alternativen an. Zumindest keiner der Sparer, die sich bei der Arbeiterkammer erkundigt haben, will Kunde bei der BAWAG bleiben. Seitens der BAWAG war am Dienstag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
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kaernten.ORF.at; 28.4.09
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