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CHRONIK |
11.10.2009 |
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Hunderte Besucher bei Haider-Gedenkfeiern
Zum ersten Todestag von Jörg Haider wurden am Sonntag in Kärnten mehrere Gedenkfeiern abgehalten. Rund 1.000 Personen nahmen an der Einweihung des "Haider-Marterls" an der Unfallstelle in Lambichl teil.
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"Haider-Marterl" wurde enthüllt
Vor einem Jahr war Haider mit seinem Auto tödlich verunglückt. Wie sich herausstellte, war er mit seinem Dienstwagen viel zu schnell und alkoholisiert unterwegs. Er rammte einen Betonsockel und überschlug sich mit dem Wagen.
Mehrere Gedenkfeiern wurden am Sonntag abgehalten. Am Vormittag ließ die Stadt Klagenfurt im Dom eine Messe für Haider lesen, zu Mittag enthüllten dann BZÖ-Weggefährten einen Bildstock an der Unfallstelle in Klagenfurt-Lambichl. An die 1.000 Personen nahmen an der Einweihungsfeier teil.
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 Das "Haider-Marterl" zeigt vier Heiligenbilder, straßenseitig ist der heilige Christophorus aufgemalt, er soll auch als Mahnmal für die Verkehrssicherheit dienen.
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Dörfler: "Kein Kult, sondern Dankbarkeit"
Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ) ließ in seiner Rede bei der Gedenkfeier in Lambichl Kritik, bei den Feiern handle es sich um Mythosbildung, nicht gelten: "Das möchte ich jenen ausrichten, die meinen, Trauer hat etwas mit Kult zu tun. Nein, das ist Betroffenheit und Dankbarkeit, dass Jörg Haider so war, wie er war."
BZÖ-Landeschef Uwe Scheuch sprach von Haiders politischer Strahlkraft und davon, wie er Kärnten und Österreich verändert habe. Scheuch reagierte in seiner Rede auch auf eine angebliche Enthüllung zu Haiders Privatleben: "30 Jahre hat man es versucht, und 30 Jahre konnte er sich wehren. Seine Familie kann sich nicht wehren, deswegen wird es an uns liegen, sich zu wehren, wenn es nötig ist." Beide Politiker versicherten, gemeinsam das politische Erbe Haiders tragen zu wollen.
Die Feier beim neuen Marterl in Lambichl klang mit einem neuen, für Haider komponierten Kärntnerlied des Herzog-Quintetts aus Wabelsdorf aus.
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Unfallstelle wurde zur "Pilgerstätte"
Mittlerweile wurde die Unfallstelle zu einer Gedenkstätte ausgebaut mit einem Grünstreifen, auf dem der neue Bildstock steht, einem Gehweg und einigen Parkplätzen. Die Kosten von rund 15.000 Euro übernahmen private Spender.
Laut Reinhold Meßner von der Straßenmeisterei Rosental machten hier viele Menschen im vergangenen Jahr halt: "Nach unseren Aufzeichnungen haben wir im letzten Jahr hier 150 100-Liter-Müllsäcke mit Kerzenresten entsorgt."
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Die Unfallstelle in Lambichl wurde zur Gedenkstätte ausgebaut. |
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Reger Andrang schon am Vormittag
Schon am Sonntagvormittag waren viele Haider-Anhänger zur neuen Gedenkstätte auch aus anderen Bundesländern und dem Ausland gekommen. Hunderte Kerzen brennen dort. Wer keine Kerze hatte, bekam eine von der Straßenmeisterei. Ein privater Spender habe die Kerzen gestiftet, hieß es. Einige Besucher nahmen in einer ORF-Umfrage Stellung.
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Messe im Klagenfurter Dom
Am Vormittag fand im Klagenfurter Dom eine Gedenkmesse für Haider statt, zu der die Familie Haider, aber auch die BZÖ-Spitze mit Bundesobmann Josef Bucher und Landesobmann Scheuch gekommen war. Mililtärdekan Emanuel Longin erinnerte in seiner Predigt an den Menschen und Politiker Haider. Bürgermeister Christian Scheider (BZÖ) sagte: "Unsere Aufgabe ist es, die Erinnerung hochzuhalten und Haiders Leitlinien fortzusetzen."
Zum Schluss der Gedenkmesse bedankte sich Haiders Witwe Claudia für die große Anteilnahme im letzten Jahr: "Diese Worte der Anteilnahme waren Brücken, die den unsicheren Schritt der Trauer hoffnungsvoller machen."
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Ruhiges Gedenken am Grab
Auch zum Grab Haiders im Kärntner Bärental in der Gemeinde Feistritz im Rosental pilgerten am Sonntag immer wieder Besucher, Weg und Grab waren gesäumt von Kerzen mit Haiders Abbild. Die letzte Ruhestätte Haiders ist nur über eine enge Straße erreichbar, das letzte Stück zur Kapelle muss zu Fuß zurückgelegt werden.
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Messe und Konzert in Ossiach
Am Abend fanden die Gedenkfeiern schließlich mit einer Gedenkmesse des Landes in der Stiftskirche Ossiach ihren Abschluss, an der auch Regierungsmitglieder von ÖVP und SPÖ teilnahmen. Für nicht geladene Gäste wurde die Messe in den Stiftshof übertragen. Danach gab es in der Musikakademie Ossiach ein Konzert für 400 geladene Gäste.
Bereits am Freitag war die Haider-Ausstellung im Klagenfurter Bergbaumuseum eröffnet worden. Die Schau zeigt drei Bereiche aus Haiders Leben: seine Familie, sein politisches Wirken und seinen Tod.
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kaernten.ORF.at
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