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GESUNDHEIT |
28.09.2009 |
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Mini Med: Raucherlungen im Vormarsch
Die Raucherlunge ist mittlerweile die vierthäufigste Todesursache. Zu diesem Thema gibt es am Montag im Rahmen des Mini Med Studiums einen Vortrag von Medizinerin Angelika Brantl. Beginn ist um 19.00 Uhr im Villacher Rathaus.
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Krankheit ist viel gefährlicher, als bisher angenommen. |
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Auch immer mehr Nichtraucher betroffen
Schwarze Teerablagerungen in der Lunge nannte man früher eine Raucherlunge - ein Leiden, das wenig ernst genommen wurde.
Heute nennt die Fachwelt diese schwerwiegende Erkrankung der Atemwege COPD, chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Man weiß jetzt auch, dass sie weitaus häufiger vorkommt und viel gefährlicher ist, als bisher angenommen - auch immer mehr Nichtraucher sind davon betroffen.
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Belastung gleich groß, als wäre man selbst Raucher. |
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Passivrauchen darf nicht unterschätzt werden
"Hauptgrund, warum die Nichtraucher auch betroffen sind, ist die Luftverschmutzung. Durch Gase in der Luft, beispielsweise Stickoxide und Schwefeldioxide, wird die Lunge geschädigt", erklärte Medizinerin Angelika Brantl.
"Auch das Passivrauchen darf nicht unterschätzt werden. Wenn man in ein Lokal geht, ist man auch als Nichtraucher einer Belastung ausgesetzt, die gleich groß ist, als würde man selbst zu den Rauchern gehören", so die Expertin.
Die Raucherlunge macht sich mit den drei Hauptsymptomen - chronischem Husten, gelblich bis bräunlich verfärbtem Auswurf und Atemnot bei Belastung - bemerkbar. Die Atemnot kann - je nach Fortschritt der Erkrankung - schon bei wenig Anstrengung einsetzen.
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Auch genetische Faktoren sind ausschlaggebend. |
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Vielzahl von Ursachen
Die Raucherlunge hat eine Vielzahl von Ursachen. Neben dem Rauchen, dem Einatmen von Staubpartikeln, Allergien und mangelhafter Ernährung führen auch genetische Faktoren zu einer Raucherlunge, so die Medizinerin: "Ein wesentlicher Faktor ist der erblich bedingte Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, der - auch wenn der Patient nicht raucht - zu einem Emphysem führt, das sich durch Husten und Atemnot bei Belastung auswirkt."
Nicht nur die Umwelt, die Feinstaubbelastung und das Rauchen sind schuld an einer Raucherlunge, sondern auch ein genetischer Defekt, bei dem ein Missverhältnis zwischen schützenden und abbauenden Faktoren im Lungengewebe vorherrscht, kann zu einer Raucherlunge führen.
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Erkrankung schreitet immer weiter fort. |
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Verzicht auf Zigaretten ist beste Prävention
Beste Prävention ist und bleibt der Verzicht auf Zigaretten. Es niemals zu spät, das Rauchen aufzugeben: Selbst eine stark verrußte Raucherlunge ist noch erholungsfähig, betonte Angelika Brantl: "Die Erkrankung ist jedoch progredient, das heißt, sie schreitet immer weiter fort. Der Patient kann nur beeinflussen, wie schnell dieser Vorgang erfolgt."
Durch inhalative Therapie könne man bereits sehr viel erreichen, erklärte die Medizinerin. Bei den fortgeschrittenen COPD-Patienten werde sogar eine Sauerstofftherapie eingeleitet, da die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff nicht mehr gewährleistet sei.
Weiters gibt es auch chirurgische Methoden, die im letzten Stadium manchmal angewendet werden können, beispielsweise eine Lungenvolumenreduktion - laut der Expertin sei diese jedoch mit zahlreichen Komplikationen verbunden.
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Vortrag beginnt um 19.00 Uhr - bei freiem Eintritt. |
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Vortrag im Villacher Rathaus
Weitere wissenswerte Informationen zum Thema "Raucherlunge" erhalten Sie am Montag bei einem Vortrag im Rahmen des Mini Med Studiums. Angelika Brantl referiert unter dem Titel "Wenn die Luft ausgeht - Die Raucherlunge im Vormarsch - nicht nur bei Rauchern".
Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr im Paracelsussaal im Villacher Rathaus. Der Eintritt ist frei.
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