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CHRONIK |
19.09.2009 |
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Anschlag auf FPÖ-Zentrale in Klagenfurt
Unbekannte haben in der Nacht auf Samstag die Scheiben und Türe der Parteizentrale der Kärntner FPÖ am Feldmarschall-Konrad-Platz in Klagenfurt eingeschlagen und Farbbeutel in die Büros geworfen. Ein politisches Motiv wird nicht ausgeschlossen.
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Vandalen zogen Spur der Verwüstung
Etliche Vermummte sollen den Vandalenakt gegen 2.00 Uhr verübt haben. Zwar wurden am Samstagvormittag bereits Notscheiben in die Fenster und die Türe der FPÖ-Zentrale eingesetzt, die Spuren des nächtlichen Anschlages sind aber nach wie vor unübersehbar. Das gesamte Parteilokal ist voller Scherben.
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 "Linke Demonstranten" stecken laut Jannach hinter dem Vandalenakt. |
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Jannach bestürzt
FPÖ-Obmann Harald Jannach zeigte sich am Samstagvormittag bei einem Lokalaugenschein im Parteilokal bestürzt: "Es ist unbeschreiblich. Alle Scheiben sind zertrümmert, und die Türe ist kaputt. Es ist für uns unbegreiflich, warum man so etwas macht. Wir werden Anzeige bei der Polizei erstatten."
"Gewalt ist keine Lösung", meinte der FPÖ-Politiker. In einer Demokratie müssten andere Wege gefunden werden, seine Meinung zu äußern. Jannach vermutet hinter dem Anschlag "linke Demonstranten", die sich im Vorfeld des eigentlich abgesagten Ulrichsbergtreffens am Sonntag in Klagenfurt aufhalten und "antifaschistische Aktionstage" veranstalten.
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Grüne distanzieren sich
Die Grünen verurteilten Samstagmittag in einer Aussendung den Anschlag und stellten gleichzeitig klar, dass die abendliche Demonstration der Grünalternativen Jugend nichts damit zu tun habe.
Gewaltfreiheit sei einer der Grundsätze der Grünen, daher sei auszuschließen, dass die Grünalternative Jugend an dem Vandalenakt beteiligt gewesen sei, teilten die Grünen mit.
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 Zusammenhang mit Anti-Ulrichsberg-Demo wird überprüft. |
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Ermittlungen laufen
Ob der Vandalenakt, der gegen 2.00 Uhr passierte, tatsächlich in Zusammenhang mit einer Anti-Ulrichsberg-Demonstration am Freitagabend steht, wird derzeit von den Kriminalisten überprüft.
"Es wird in alle Richtungen ermittelt. Es liegen Verdachtsmomente vor. Die Ermittlungen werden vom Landesamt für Verfassungsschutz durchgeführt", bestätigte Walter Fischer, der stellvertretende Polizeidirektor von Klagenfurt, dem ORF Kärnten.
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Demo am Freitag von Polizei aufgelöst
An der Demonstration der Grünalternativen Jugend (GAJ) hatten sich rund 150 Menschen beteiligt. Dabei wurde die Fassade der BZÖ-Zentrale in der Klagenfurter Innenstadt von einer Farbbirne getroffen. Weil es später zu Unruhen kam, löste die Polizei die Demo umgehend auf.
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Bei gesetzeswidrigen Handlungen schreitet die Polizei umgehend ein. |
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Samstags-Demo verlief ohne Zwischenfälle
Am Samstag fand eine neuerliche Demonstration unter dem Titel "Antifaschistischer Spaziergang durch Klagenfurt" statt. Sie verlief weitgehend friedlich.
Auf die Frage von ORF Kärnten-Redakteur Horst L. Ebner, ob die Kärntner Landeshauptstadt nun nach der Absage des "offiziellen" Ulrichsbergtreffens ein Treffpunkt für Leute werde, die im Vorfeld des 10. Oktober hierher kommen würden, um Demonstrationen durchzuführen, meinte Walter Fischer, der stellvertretende Polizeidirektor von Klagenfurt: "Diese Versammlungen hat es auch in den vergangenen drei oder vier Jahren gegeben. Vielleicht sind sie von der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen worden. Heuer finden sie wieder statt - unter polizeilicher Kontrolle. Es hat entsprechende Absprachen mit der verantwortlichen Versammlungsleiterin gegeben. Sollten gesetzeswidrige Handlungen erfolgen, würde von mir die Versammlung sofort aufgelöst werden."
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Offizielles Heimkehrertreffen abgesagt. |
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Sonntag: Kranzniederlegung auf Ulrichsberg
Die größte Sorge der Polizei bleibt, dass am Sonntag linke und rechte Aktivisten im Bereich des Ulrichsberges aneinander geraten könnten.
Die FPÖ will nämlich die von ihr geplante Kranzniederlegung auf dem Ulrichsberg trotzdem durchführen. Das offizielle Heimkehrergedenken wurde heuer nach einem Skandal um im Internet angebotene Nazi-Devotionalien abgesagt.
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kaernten.ORF.at; 3.9.09
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