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POLITIK |
24.08.2009 |
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Ulrichsbergtreffen: Es hagelt Absagen
LH Gerhard Dörfler und Bgm. Christian Scheider (beide BZÖ) wollen nicht am diesjährigen Ulrichsbergtreffen teilnehmen, auch eine Absage des Bundesheeres ist wahrscheinlich. Der Grund: Dem Organisator wird der Verkauf von Wehrmachts-Devotionalien zur Last gelegt.
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Für Dörfler sind die Feiern "zu weit rechts". Und die alljährlichen Protestkundgebungen beim Treffen hält Dörfler für "unwürdig", er will dem keine Bühne geben. |
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Dörfler: Proteste sind unwürdiges Begleitwerk
Das diesjährige Ulrichsbergtreffen am 20 September - zugleich die 50-Jahr-Jubiläumsfeier - scheint unter keinem guten Stern zu stehen. So meinte LH Dörfler, eine Teilnahme komme für ihn nicht infrage, die Feiern stünden "politisch zu weit rechts", bestätigte Dörfler am Montag gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht in der Tageszeitung "Österreich". Die Rechtslastigkeit des Treffens sei schon bisher die Begründung seiner Nichtteilnahme gewesen. "Und das wird auch so bleiben", erklärte der Landeshauptmann.
Im ORF-Interview fügte Dörfler am Montag hinzu, er wolle den alljährlichen Protestkundgebungen keine Bühne geben: "Genauso wie man am Loibl versucht zu inszenieren, versuchen linke Polarisierer am Ulrichsberg immer wieder Wirbel zu machen. Das wird leider auch heuer so sein. Man nutzt diese Veranstaltung, um zu polarisieren und Diskussionen zu führen. Ich halte das für unwürdiges Begleitwerk."
Die Veranstaltung selbst hat für Dörfler durchaus Berechtigung: "Man soll respektieren, dass es eine solche Veranstaltung gibt, die Tradition hat und eine Botschaft vermitteln will."
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Die Vorwürfe gegen den Obmann der Ulrichsberggemeinschaft bewogen Scheider zur Absage. |
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Scheider fordert klare Stellungnahme
Nach Dörfler hat am Montag auch der Klagenfurter Bgm. Christian Scheider (BZÖ) seine Teilnahme am Ulrichsbergtreffen abgesagt. Grund sei der Verdacht, dass der Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Wolf Dieter Ressenig, im Internet Wehrmachts-Devotionalien verkaufe, eine diesbezügliche Anzeige des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes liege der Bezirkshauptmannschaft St. Veit/Glan vor.
Scheider: "Damit wird der ursprüngliche Gedanke des Ulrichsbergtreffens konterkariert. Von einem
verantwortlichen Obmann erwartet man sich eine dementsprechende Sensibilität im Bezug auf die ursprünglichen Werte des Treffens und geschichtliche Hintergründe." Von Ressenig erwartet sich Scheider eine klare Stellungnahme und deutliche Positionierung.
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Bis zur Klärung der Vorwürfe gibt es keine Beteiligung des Bundesheeres. |
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Bundesheer wartet auf Klärung
Das Bundesheer hat sich auf Weisung des Verteidigungsministers zurückgezogen. Es müsse geklärt werden ob der Vorwurf gegen Ressenig stimme. Bis zur Klärung werde es weder Heeres-Transportmittel, noch Ehrenposten, noch einen Militärpfarrer auf dem Ulrichsberg geben.
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kaernten.ORF.at; 22.08.09
Abgesagt könnte heuer auch die umstrittene Beteiligung des Bundesheeres am Ulrichsbergtreffen werden. Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) sagte letzte Woche, die Teilnahme sei "in Schwebe" und die Vorbereitungen dafür seien "gestoppt".
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Kritik an Dörflers Haltung zum Ulrichsbergteffen kam am Montag von der FPÖ. |
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FPÖ: "Diffamierung ist inakzeptabel"
Kritik an Dörflers Haltung zum Ulrichsbergteffen kam am Montag von FPÖ-Landesparteiobmann Harald Jannach. Die Diffamierung der Gedenkfeier am Ulrichsberg durch Dörfler sei inakzeptabel, so Janach in einer Aussendung.
Jannach verweist darauf, dass die Gedenkfeier am Ulrichsberg, keine "rechtsextreme Veranstaltung" sei: "Bei dieser Feier geht es ausschließlich um das Gedenken an die Opfer der Kriege und des Abwehrkampfes und um Völkerverständigung in einem vereinten, friedlichen Europa."
"Ein paar harmlose linke Berufsdemonstranten müssen jetzt als billige Ausrede für Dörfler herhalten, um sich vom Gedenken an unsere Geschichte verabschieden zu können", so Jannach abschließend.
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