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MI | 11.04.2012
Carabinieri am Straßenrand mit Auto (Bild: teleacras.tv)
Tourismus
Carabinieri verrechnen Nachtzuschläge
Vor einer Woche wurden die Verkehrsstrafen in Italien neuerlich verschärft. Wie der ARBÖ in einer Aussendung sagte, wurden Alkohol- und Drogenstrafen erhöht. Dazu kommen Nachtzuschläge für Delikte zwischen 22.00 Uhr und 7.00 Uhr.
In der Nacht zahlt man in Italien um bis zu 50 Prozent höhere Strafen.
Drakonische Maßnahme: Versteigerung
Die ohnehin seit März strengeren Alkohol- und Drogenstrafen wurden weiter verschärft - betroffen sind vor allem Zweiradfahrer: Wer ab 0,5 g/l (entspricht 1,0 Promille) am Moped oder Motorrad erwischt wird, dessen Fahrzeug wird sofort beschlagnahmt und später versteigert. Zusätzlich wird auch noch eine Geldstrafe in der Höhe zwischen 500 und 2.000 Euro fällig und der Führerschein entzogen.

Teuer kann es auch für alle werden, die Müll aus dem Auto werfen. Der Bussgeldkatalog sieht dafür Strafen zwischen 500 und 1.000 Euro vor.
Deutlich höhere Strafen durch Nachtzuschläge
Neu eingeführt wurden so genannte 'Nachtzuschläge': Wer mit unangepasster Geschwindigkeit oder zu schnell unterwegs ist, den Sicherheitsabstand, den Nachrang oder das Rotlicht einer Ampel missachtet, oder plötzliche Richtungs- und Fahrspurwechsel durchführt, zahlt zwischen 22.00 und 7.00 Uhr bis um 50 Prozent mehr. Der Zuschlag gilt natürlich auch bei Alkoholdelikten.
Abschreckungsmaßnahmen auch für Alkolenker, die mit fremden Auto unterwegs sind.
Regierung stopft Schlupflöcher
Bei Pkw-Lenkern wurden die Alkohol- und Drogendelikte nur in Fällen verschärft, in denen der Lenker mit einem fremden Auto fährt. Wer mit über 1,5 g/l (3,0 Promille) betrunken erwischt wird und nicht Besitzer des Fahrzeugs ist, riskiert nun einen Führerscheinentzug von zwei bis vier Jahren.

Damit stopft die italienische Regierung ein beliebtes Schlupfloch und verschärft die Strafen auch für Jugendliche, die mit dem elterlichen Fahrzeug betrunken fahren.

Wem das Fahrzeug gehört, dem wurde es schon bisher bei starker Trunkenheit beschlagnahmt und später versteigert. Findige Italiener stiegen deshalb vermehrt auf fremde Fahrzeuge (Leasing usw.) um, die nicht beschlagnahmt werden können.
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