|
|
 |
 |
Chronik/EDV |
10.01.2009 |
|
|
|
|
Virus legt 3.000 Krankenhauscomputer lahm
Rund 3.000 Computer der Kärntner Krankenanstalten wurden mit einem Virus verseucht. Ausgenommen ist das LKH Villach, das ein unabhängiges EDV-System hat. Man hofft, das Problem bis Dienstag in den Griff zu bekommen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
In den Kärntner Krankenanstalten mussten rund 3.000 Computer übers Wochenende vom Netz genommen werden. |
|
|
|
Klagenfurt, Hermagor und Wolfsberg betroffen
Nur wenige Tage nachdem ein Computervirus die Rechner der Kärntner Landesregierung lahmgelegt hatte, meldete nun auch die Kärntner Krankenanstalten Betriebsgesellschaft (KABEG) einen schweren Virusbefall. Betroffen sind die Landeskrankenanstalten in Hermagor und Klagenfurt, teilweise auch die Rechner in den Krankenhäusern Wolfsberg und Laas.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Mutation des "Landesregierungsschädlings"
3.000 Computer mussten - ähnlich wie vor einer Woche in der Landesregierung - vom Netz genommen und vorläufig gesperrt werden, bestätigte Rainer Harpf, der IT-Leiter der KABEG, in einem ersten Telefonat.
Bei dem Schädling soll es sich um eine Mutation jenes Virus handeln, der in der Landesregierung aufgetreten ist. Der Virus dürfte mit einem externen Datenträger - vermutlich einem USB-Stick - eingeschleppt worden sein.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 Harpf: "Virus vermutlich durch USB-Stick eingeschleppt". |
|
|
|
Notbetrieb am Wochenende
"Pro PC-Arbeitsplatz brauchen wir etwa eine Stunde, um wieder einen korrekten Zustand herzustellen. Wir müssen in Wellen und schrittweise vorgehen. Das bedeutet, dass nicht ein einzelner Mitarbeiter das gesamte Problem behebt, sondern ein Kollege beginnt das Problem zu beheben, dann kommt der nächste Experte und schließlich der dritte Fachmann an die Reihe, der die Arbeiten abschließt."
In solchen Wellen werde man durch die Häuser gehen, bis die Probleme behoben sind, kündigte Harpf an. "Wir arbeiten eng mit den Mitarbeitern der Landesregierung zusammen und können dadurch auf den Erfahrungsschatz zugreifen, den sie jetzt gesammelt haben. Unser Ziel ist, dass wir am Montag oder Dienstag wieder normal arbeiten können."
Erleichternd kommt hinzu, dass es im Krankenhaus am Wochenende deutlich ruhiger ist. Für die Übergangsphase wurde auch Unterstützung von einer externen Firma geholt, um das Team aufstocken zu können und "gemeinsam so rasch wie möglich alles wieder zum Laufen bringen zu können", schloss der Experte.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Patientendaten sind gesichert
Die Versorgung der Patienten ist nach Angaben von Herwig Wetzlinger, dem medizinischen Direktor im LKH Klagenfurt, in keiner Weise gefährdet, es werde "höchstens zu Verzögerungen" kommen. Operationen würden am Wochenende nur im Notfall durchgeführt, die Daten der Patienten seien gesichert.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 Wetzlinger: "Patientenversorgung ist nicht gefährdet". |
|
|
|
"Die Patientenversorgung ist nicht unmittelbar von dem Ausfall betroffen. Lediglich die administrativen Patientenabläufe wie Aufnahmen und Entlassungen erfolgen etwas verlangsamt. Die stationäre Versorgung und die Versorgung in den Ambulanzen gehen ganz normal weiter. Es könnte sein, dass wir in Teilbereichen wieder auf Papierformulare umsteigen müssen. Wenn es zu zeitlichen Verzögerungen kommt, werden wir durch erhöhten Personaleinsatz reagieren", versprach Wetzlinger.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
kaernten.ORF.at
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|