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MO | 13.02.2012
Jörg Haider (Bild: ORF)
chronik
Marterl an Haiders Unfallstelle
Das Land Kärnten wird im Frühjahr 2009 an der Stelle in Lambichl, an der Jörg Haider am 11. Oktober 2008 tödlich verunglückt ist, eine Gedenkstätte errichten.
Neuer Name für die Lippitzbachbrücke
Laut Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ) plant man ein Marterl, das der Künstler Giselbert Hoke entwerfen soll. Kosten soll die Gedenkstätte ca. 30.000 Euro. Auch ein Parkplatz soll dort errichtet werden.

Am 26. Jänner - Haider wäre an diesem Tag 59 Jahre alt geworden - soll die Lippitzbachbrücke bei Bleiburg in "Jörg-Haider-Brücke" umbenannt werden.
Unfallauto Jörg Haider (Bild: APA/Gert Eggenberger) Auf dem Weg ins Bärental
Haider war auf dem Weg ins Bärental, um mit seiner ganzen Familie den Geburtstag seiner betagten Mutter zu feiern. Seinem Chauffeur hatte er wie meistens, wenn er ins Bärental fuhr, freigegeben.

Zunächst war unklar, warum sich der schwere VW Phaeton Haiders überschlagen hatte. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass Haider mit 142 km/h bei Nebel unterwegs gewesen und in einer Kurve von der Loiblpass-Bundesstraße abgekommen war.
Lichtermeer an der Unfallstelle (Bild: APA/Barbara Grindl) Mehrmals überschlagen
Sein Auto rammte ein Verkehrszeichen und einen Vorwegweiser, danach geriet es mit dem linken Vorderrad auf eine Böschung. Das Fahrzeug mähte eine Thujenhecke nieder, krachte danach gegen den Betonpfeiler eines Gartenzauns und prallte gegen einen Hydranten.

Danach überschlug sich das Auto mehrmals und kam im rechten Winkel zur Fahrtrichtung auf den Rädern zum Stillstand.

Haider hatte laut Ärzten keine Chance, er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Menschen gedachten seiner mit Hunderten Kerzen, Briefen und Kondolenzkarten an der Unfallstelle und vor der Landesregierung.
30.000 nahmen Abschied
Das ganze Land zeigte sich bestürzt, Politiker aus dem In- und Ausland kondolierten der Familie. 30.000 Menschen kamen zur offiziellen Verabschiedung in Klagenfurt, Tausende warteten stundenlang, um Haider die letzte Ehre zu erweisen und sich in die Kondolenzbücher einzutragen.
Grab Jörg Haiders (Bild: APA/Gert Eggenberger) Grab im Bärental
Haiders Urne fand im Bärental ihre letzte Ruhestätte, an dem Ort, an den sich Haider zurückgezogen hatte, wenn er Ruhe brauchte. Das Grab ist eine schlichte Gedenkstätte für Besucher, die seiner gedenken möchten.

Claudia Haider versteht, dass Menschen einen Ort zum Abschiednehmen brauchen, und findet es gut, wenn jemand ins Bärental kommt, um ein Kerzerl für ihren verstorbenen Mann anzuzünden.
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