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DI | 14.02.2012
Flüchtlinge (Bild: APA/Robert Jäger)
SOS Mitmensch
Situation für Flüchtlinge äußerst schlecht
Das Aktionskomitee für mehr Menschlichkeit und Toleranz in Kärnten hat am Montag zur allgemeinen Situation der Flüchtlinge in Kärnten Stellung genommen. Diese sei – die Unterbringung und die Integration betreffend - äußerst schlecht.
Farad Paya übt Kritik an der "willkürlichen Handhabung" bei Flüchtlingsangelegenheiten.
Paya: Kärnten ist Schlusslicht
Kärnten ist anders, auch was die Behandlung der hier betreuten Asylwerber betrifft, sagen die Vertreter der Plattform.

Im Bundesländervergleich bilde Kärnten bei der Qualität der Betreuung das Schlusslicht, sagte Farad Paya vom Aktionskomitee: "Da zeigt sich, dass es den Asylwerbern hier wesentlich schlechter geht. Sie dürfen in den organisierten Heimen keine Besuche empfangen und es wird ihnen qualitativ minderwertiges Essen geboten. Zudem werden ihnen Leistungen, zu denen Österreich verpflichtet ist, einfach entzogen, sodass sie – von einem Tag auf den anderen – auf der Straße stehen, dass sie betteln müssen und nichts zu essen bekommen. Man hat so den Eindruck, dass das willkürlich gehandhabt wird."
Andere Bundesländer, andere Normen
In anderen Bundesländern dürften Flüchtlinge tagsüber durchaus Besuche empfangen, das sei aus sozialen Gründen sogar erwünscht. Außerdem gehe man dort auch immer mehr dazu über, den Flüchtlingen das Geld für die Lebensmittel auszuzahlen. Einerseits, damit sie Mahlzeiten kochen können, die ihrer Tradition entsprechen, andererseits aber auch, damit sie während der langen Zeit des Wartens auf Abschluss ihres Asylverfahrens eine Beschäftigung haben. Außerdem können sich dort die Flüchtlinge Geld dazuverdienen, indem sie Reinigungsarbeiten in den Heimen verrichten. In Kärnten sei dies nicht möglich.
In anderen Bundesländern werden Deutschkurse als selbstverständlich angesehen.
Holub: Deutschkurse sind hier eine Ausnahme
900 Asylwerber sind derzeit in Kärnten untergebracht, sagte Rolf Holub, Sprecher des Aktionskomitees. Das sei etwa ein Promille der Bevölkerung und damit kein Grund, sich vor ihnen zu fürchten.

Dass die Flüchtlinge nicht oder nur schlecht deutsch sprechen, habe auch einen Grund: Während in anderen Bundesländer Deutschkurse selbstverständlich sind, bilden sie in Kärnten die Ausnahme, kritisieren die Mitglieder der Plattform.
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