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MO | 13.02.2012
Ulrichsbergfeier (Bild: ORF)
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Fünf Festnahmen bei Ulrichsbergfeier
500 Teilnehmer waren am Sonntag am Heimkehrertreffen auf dem Ulrichsberg mit dabei. Rund 150 Demonstranten protestierten in Karnburg am Fuße des Berges gegen die Veranstaltung, fünf wurden vorübergehend festgenommen.
Großaufgebot an Polizisten
Am Ulrichsberg fanden sich am Vormittag rund 500 Besucher ein, weniger als in den vergangenen Jahren. Auf ihrer Anreise wurden sie in Karnburg - wie angekündigt - von etwa 150 Demonstranten mit lauten Protestrufen empfangen. Ein Großaufgebot an Polizisten hat Zwischenfälle verhindert.

Wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und wegen tätlichen Angriffes auf einen Beamten wurden drei Demonstranten und in Beintratten zwei Demonstranten wegen Störung einer Versammlung sowie Störung der öffentlichen Ordnung vorläufig festgenommen. Sie werden auf freiem Fuße angezeigt. Mehrere Demonstrationsteilnehmer werden zudem wegen Störung einer Versammlung zur Anzeige gebracht.
Erneut tauchten "Kahlrasierte" auf
Immer wieder wird betont, die Gedenkfeier sei ein Mahnmal gegen Gewalt und Krieg. Man wehre sich gegen die Vereinnahmung von Rechtsextremisten.

Wie in den vergangenen Jahren waren aber auch heuer wieder Gruppen von kahlrasierten jungen Männern mit einschlägigen Tätowierungen zu sehen gewesen. Die Veranstaltung war im Vorfeld auf einem Internetforum deutscher Neonazis beworben worden.
"Mahnmal für den Frieden"
Bei der Gedenkfeier selbst stand das 50. Jubiläum der Grundsteinlegung im Mittelpunkt. Der Präsident der Ulrichsberg-Gemeinschaft, Rudolf Gallob, sagte in seiner Festrede, man gedenke aller Kriegsopfer und nehme keine Wertungen vor: "Vor 50 Jahren war es die Idee, die Heimkehr zu feiern und auf die unheilbringenden Folgen eines Krieges hinzuweisen. Und das ist uns recht gut gelungen."

Der Klagenfurter Altbürgermeister Leopold Guggenburger zitierte in seiner Festrede ein Gedicht seines Vaters. Seine Schlussfolgerung: "Unser Gedenken ist nicht die sinnlose Fortführung von heldenhaften Kriegserinnerungen, sondern ein Mahnmal für den Frieden."
Spitzenpolitik ließ Fest aus
Eine Woche vor der Nationalratswahl spielte der Wahlkampf am Ulrichsberg eine untergeordnete Rolle - zwei Landtagsklubobmänner traten als Redner auf. Kurt Scheuch (BZÖ) sagte, mit dieser Feier werde ehrbaren Frauen und Männern gedacht, denen tiefer Dank gebühre.

Für Stephan Tauschitz (ÖVP) ist der Ulrichsberg ebenfalls nicht überholt. Es gelte nicht, über Opfer und Täter zu urteilen, sondern nur die europäische Integration außer Streit zu stellen.
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