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MI | 11.04.2012
Kärntner Landesregierung (Bild: Wieser)
Erderwärmung
Institut für Klimaschutz gegründet
Im Kampf gegen den Klimawandel geht Kärnten jetzt einen neuen Weg. Um die anstehenden Aufgaben besser zu bewältigen, wurde in der Landesregierung ein eigenes Institut für Klimaschutz gegründet.
Geschäftsführer: Markus Kottek, Meteorologe
Angesiedelt ist das Institut für Klimaschutz in der Umweltabteilung der Landesregierung. Vorgestellt wurde der Verein von Umweltreferent Reinhart Rohr (SPÖ).

Das Instutut für Klimaschutz wird eng mit der Zentralanstalt für Meteorologie, der Umweltabteilung und dem Naturwissenschaftlichen Verein zusammenarbeiten. Es soll aber auch international Kontakte knüpfen.
Institut für Klimawandel, Geschäftsführer Markus Kottek (Bild: Büro LR Rohr)
Durch die Erwärmung wird der Bedarf an Heizenergie etwas abnehmen, dafür wird der Kühlbedarf im Sommer steigen.
Temperaturzunahme von zwei bis drei Grad
Wichtigstes Forschungsgebiet des Institut für Klimaschutz ist die Anpassung an den Klimawandel. Geschäftsführer ist der Meteorologe Markus Kottek.

Kottek sagte am Dienstag, es gebe bereits Vorausberechnungen, was der Klimawandel weltweit anrichten werde: "Man rechnet mit einer Temperaturzunahme von zwei bis drei Grad. Der Schwerpunkt dabei wird im Winter liegen. Die Tage mit Neuschnee und die Schneemenge nehmen ab. Die Gletscher gehen zurück. Durch die Erwärmung wird der Bedarf an Heizenergie etwas abnehmen, dafür wird der Kühlbedarf im Sommer steigen."
Franz Stockinger (Bild: ORF) Stockinger: Stärkere Erwärmung in Kärnten
Der Meteorologe Franz Stockinger, Leiter der Wetterdienststelle in Klagenfurt ergänzte, Kärnten werde stärker betroffen sein, als das übrige Österreich, das betreffe auch den Rückgang bei den Niederschlägen.

Stockinger: "Südlich des Alpenhauptkammes sind wir besonders mit dieser Problematik konfrontiert. Wenn wir weltweit mit zwei Grad mehr im Laufe des Jahrhunderts rechnen, dann sollte uns schon bewusst sein, dass das in Kärnten drei bis vier Grad mehr sein werden."
Über die Sinnhaftigkeit von Beschneiungsanlagen muss angesichts der zu erwartenden Erwärmung nachgedacht werden.
Tourismus am stärksten betroffen
Die Auswirkungen werden am stärksten im Tourismus zu spüren sein, sagte Kottek: "Die große Herausforderung ist jetzt, dass nachhaltige Anpassungen stattfinden müssen. Wenn ich da an die Beschneiungsanlagen denke, dann sind die alles andere als nachhaltig."
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