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DI | 14.02.2012
EM-Stadion Klagenfurt (Bild: APA/Eggenberger)
waidmannsdorf
Stadion Klagenfurt: Rückbau oder nicht?
Nach der Euro 2008 muss das Stadion in Klagenfurt rückgebaut werden. Anrainer wollen den Rückbau, Sportfans und Politiker überlegen eine Beibehaltung der jetzigen Größe. Dafür würde aber eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig.
Politiker und Sportler würden das Stadion gerne in der derzeitigen Größe erhalten - entgegen der Rechtslage.
Bund könnte einen Teil dazuzahlen
Eine UVP brauchte das Stadion in Waidmannsdorf deshalb nicht, weil es nur für die Euro-2008-Spiele errichtet wurde und nach den Spielen von 32.000 auf 12.000 Sitzplätze rückgebaut werden muss. Sollte sich die Politik für die Beibehaltung des jetzigen Stadions entscheiden, muss es aber eine UVP geben. Auch, wenn das Stadion auf 18.000 oder 15.000 Plätze verkleinert wird, muss es eine UVP geben.

Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka signalisierte am Dienstagabend bei der 1.-Mai-Veranstaltung der ÖVP in Kärnten, er wolle einen Weg für die Erhaltung des Gesamtstadions finden. Es sei das schönste Stadion bei der Euro 2008.

15 Millionen Euro müsste der Bund für den Rückbau zahlen, aber auch, wenn das Stadion in der jetzigen Form stehen bliebe, könnte sich Lopatka eine Zahlung des Bundes vorstellen. Es hänge davon ab, was für das Stadion dann geplant sei und ob es ein überregionales Ziel gebe. Dann könnte der Bund einen Beitrag leisten, so Lopatka.

Laut dem Klagenfurter Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) werde eine Volksabstimmung in Klagenfurt immer wahrscheinlicher.
Eine UVP wäre riskant: Geht sie negativ aus, könnte es einen Abbruchbescheid für das gesamte Stadion geben.
Rechtlich ist die Lage klar: Rückbau
Albert Krainer, der Leiter der Abteilung Infrastruktur in der Kärntner Landesregierung: "Es ist verpflichtend, auch in allen Bescheiden, eine Rückbaumaßnahme auf 12.000 Zuschauer vorgesehen. Das ist rechtskräftig."

Mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung gehe die Stadt ein hohes Risiko ein, warnte Albert Krainer, denn geht das Verfahren negativ aus, habe das weitreichende Folgen: "Die Konsequenz eines negativen Ausgangs ist sehr weitreichend. Der 'worst case' wäre, dass das Stadion zur Gänze abgebrochen werden müsste". Dies sei rechtlich absolut im Bereich des Möglichen.

Er empfiehlt der Politik daher dringend, das Stadion auf 12.000 Sitzplätze zurückzubauen, denn das Risiko sei viel zu hoch. Er gab auch zu bedenken, dass es fast unmöglich sei, das Stadion nach der Europameisterschaft ständig zu füllen, um damit die Betriebskosten abzudecken. Außerdem dürfte im Stadion während einer Umweltverträglichkeitsprüfung monatelang kein Fußballspiel stattfinden.
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Rückbau, wie es vereinbart wurde
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Stadion von oben (Bild: Polizei)
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