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DI | 14.02.2012
Eine Python (Bild: APA)
Kriminalität
15 Pythons und Pfeilgiftfrösche gestohlen
Ein nicht alltäglicher Diebstahl beschäftigt derzeit die Polizei in Klagenfurt. Aus einem Haus sind 15 Pythonschlangen und zwei Pfeilgift-Frösche gestohlen worden. Der Besitzer beziffert den Wert der exotischen Beute mit rund 10.000 Euro.
"Insider" räumten acht Terrarien leer
Die acht Terrarien im Klagenfurter Einfamilienhaus sind leergeräumt, die 15 Pythonschlangen wurden offensichtlich einfach herausgenommen. Die gestohlenen Tiere sind zwischen 60 Zentimeter und 1,20 Meter lang - auch seltene Schlangen, wie ein Albino-Königspython sind darunter.
Terrarium (Bild: ORF)
Die unbekannten Täter haben auch zwei farbenfrohe Pfeil-Giftfrösche mitgenommen - sie schwitzen bei extrem hoher Temperatur ein tödliches Gift aus ihrer Haut.

Der bestohlene Schlangenbesitzer Koinig zeigte sich schockiert: "Die Schlangen waren wie meine eigenen Kinder, man hat zu jedem einzelnen Tier eine Beziehung aufgebaut und das fehlt einem jetzt halt."
Hannes Koinig (Bild: ORF) Der Besitzer vermutet einen Blitzeinbruch
Koinig bestätigte gegenüber dem ORF, dass nur wenige Personen von seinen Tieren gewusst hätten. Es müsse sich um einen Insider handeln, der sich "mit Schlangen auskennt" und "eine Ahnung von der Handhabung" hat.

"Ich schätze, es dürfte alles sehr schnell gegangen sein. Zwei Leute schaffen es in zehn bis 15 Minuten alles leerzuräumen. Ich vermute, die Tiere wurden in einem Bett- oder Kopfpolsterbezug abgepackt und über den Garten abtransportiert."

Koinig rechnet damit, dass die Täter die Schlangen auf dem Schwarzmarkt verkaufen werden. "Es geht dabei sicherlich ums Geld. Der Markt für exotische Tiere wird immer größer."
Helga Happ (Bild: ORF)
"Sie sollten sich einmal eine Reptilienbörse in Niederösterreich ansehen. Da drängen sich tausende Menschen, die diese Reptilien und Spinnentiere kaufen oder verkaufen wollen. Das Interesse ist sehr groß und ständig im Steigen begriffen", sagte die Reptilien-Expertin Helga Happ.
Expertin: Reptilien lassen sich teuer verkaufen
Für die Klagenfurter Reptilienexperten Helga Happ sind Tier-Diebstähle aus Zoos nicht ungewöhnlich, aber es ist ihr neu, dass solche Tiere aus Privathaushalten gestohlen würden. Auch sie geht davon aus, dass die Täter die Tiere verkaufen wollen, denn die Zahl jener, die Reptilien zu Hause halten, sei stark im Ansteigen begriffen.
Albino-Königspython (Bild: ORF)
Auch ein Albino-Königspython war unter den gestohlenen Tieren.
Pythons werden bis zu 15 Meter lang. Die Würgeschlangen sind nicht giftig, die Haltung dieser Tiere muss allerdings bei der Bezirkshauptmannschaft gemeldet werden.

Die Pfeilgiftfrösche sind zwar hochgiftig, würden allerdings nicht beißen - gelangt das Gift allerdings in die Blutbahn anderer Tiere oder auch in die des Menschen, kommt es zur Lähmung des Nervensystems.
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