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tschetschenen |
23.01.2008 |
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Zwei Verdächtige unter Abgeschobenen
Unter den 18 Tschetschenen, die auf Anweisung von LH Jörg Haider (BZÖ) von Villach nach Traiskirchen gebracht worden sind, sind nur zwei im Zusammenhang mit einer Schlägerei zu Silvester tatverdächtig.
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Fünf Personen werden derzeit der Tat verdächtigt, darunter aber auch Österreicher. |
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Österreicher unter Tatverdächtigen
Nach den Schlägereien in der Silvesternacht in Villach mit einem schwer verletzen Jugendlichen dauern die Ermittlungen der Polizei weiter an. Derzeit gelten fünf Personen als tatverdächtig: Tschetschenen, aber auch Österreicher. Nach den Raufereien wurden insgesamt 18 Asylwerber am 7. Jänner ins Flüchtlingslager Traiskirchen verlegt.
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Der junge Villacher wurde schwer verletzt, seine 16-jährige Freundin erlitt Prellungen. |
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Einvernahmen können noch einen Monat dauern
Schwere Kopfverletzungen, ausgeschlagene Zähne, Rissquetschwunden und Prellungen sind die Folgen jener Raufhändel zu Silvester in der Villacher Innenstadt, an denen etwa 15 bis 20 Personen beteiligt waren. Der Großteil davon soll aus Tschetschenien stammen.
Unterschiedliche Zeugenaussagen erschweren die Ermittlungen, sagte der Leiter der Sicherheitspolizei Villach, Markus Plazer, am Mittwoch gegenüber dem ORF: "Der momentane Stand ist, dass fünf Personen als Beschuldigte einvernommen wurden, weitere als Zeugen. Dieser Stand kann sich täglich ändern, die Einvernahmen können noch einen Monat dauern."
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Flüchtlingsreferat fragte nach Beteiligten
Darüber, wer nun tatsächlich angeklagt wird, muss die Staatsanwaltschaft entscheiden. Fest steht nur, dass unter den fünf derzeit Beschuldigten auch Österreicher sind. Von den Verdächtigen sind nur zwei Asylwerber am 7. Jänner aus Kärnten weggebracht worden.
An der Verlegung von insgesamt 18 Tschetschenen nach Traiskirchen habe die Exekutive nur indirekt mitgewirkt, sagte Sicherheitsdirektor Albert Slamanig: "Es hat eine Anfrage des Flüchtlingsreferates Kärnten gegeben, welche Personen an diesem Raufhandel beteiligt waren. Diese Auskunft wurde im Rahmen der Amtshilfe erteilt."
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Tschetschenen wurden aus dem Gefahrenbereich gebracht, um weitere Aggressionen zu verhindern. |
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Es war "Gefahr in Verzug"
Die Verlegung sei aufgrund der Zeugenaussagen und Anzeigen der Opfer bei der Polizei erfolgt, bestätigte der Leiter des Landes-Flüchtlingsreferates, Gernot Steiner. An den Auseinandersetzungen seien fünf Personen aus Tschetschenien - zumindest passiv - beteiligt gewesen, deren Asylverfahren derzeit läuft. Aus Sicht des Landes habe man diese Personen aus dem Gefahrenbereich herausbringen müssen, um möglichen weiteren Aggressionen entgegenzuwirken, sagte Steiner - es habe "Gefahr in Verzug" bestanden.
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Aberkennung des Asylrechts wird geprüft
Weil unter den fünf Personen vier noch minderjährig sind, wurden sie mitsamt ihren Familien nach Traiskirchen geschickt - so wurden insgesamt 18 Personen verlegt. Steiner betonte, dass sich für diese Menschen asylrechtlich nichts ändere.
Zwei verdächtige Tschetschenen sind in Österreich bereits asylberechtigt. Das Land Kärnten ersuchte deshalb das Bundesasylamt in Graz, zu prüfen, ob gegen die zwei Personen Gründe vorliegen, das Asylrecht wieder abzuerkennen.
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BZÖ: "Polizei stellt ihre eigenen Ermittlungsergebnisse in Frage." |
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BZÖ wundert sich über Villacher Polizei
"Verwundert" hat sich am Mittwoch das Kärntner BZÖ über die Aussagen der Villacher Polizei gezeigt. Der geschäftsführende Landesparteiobmann Stefan Petzner meinte in einer Aussendung, die Behörde stelle ihre eigenen Ermittlungsergebnisse in Frage. Petzner verwies erneut darauf, dass die Berichte der Sicherheitsdirektion über die Ereignisse in jener Silvesternacht eindeutig gewesen seien und auf Basis dieser die Abschiebungen durchgeführt wurden.
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kaernten.ORF.at Service
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