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MO | 13.02.2012
Asylwerber (Bild: APA)
Kärntner Grüne
Neues Aktionskomitee für Toleranz
In Klagenfurt hat sich am Montag ein Aktionskomitee für mehr Menschlichkeit und Toleranz gegenüber Asylwerbern in Kärnten formiert. Asylwerber würden in Kärnten, so heißt es, "letztklassig" behandelt.
Das Komitee hat sich drei Hauptziele gesetzt
Im neu gegründeten Komitee rund um die Kärntner Grünen sitzen zehn Vertreter - angefangen von der evangelischen Kirche über die Islamische Glaubensgemeinschaft bis hin zu Rechtsanwälten und Schubhaft-Betreuern.
Rolf Holub, Grüne (Bild: ORF) In Kärnten werde in der Asylpolitik "Recht zu Unrecht". Der Weg und das Ziel seien falsch, sogar Minderjährige befänden sich in Schubhaft, kritisierte der Obmann der Kärntner Grünen und Sprecher des Aktionskomitees Rolf Holub. Er nannte drei Hauptziele des Aktionskomitees: "Die Verbesserung der Situation der Asylwerber, die Verbesserung der Integration von Migranten und die Aufklärung der Bevölkerung."
Forderungen an Bundes- und Landesregierung
Das Aktionskomitee für mehr Toleranz und Menschenrechte in Kärnten stellt auch Forderungen an die Bundes- und die Landesregierung: Ein Bleiberecht für alle Ausländer, die schon länger als fünf Jahre in Kärnten leben, das Recht auf Arbeit für Asylwerber, verbesserte Wohnsituation und kostenlose Rechtsberatung für Migranten.
Mit Veranstaltungen die Bevölkerung aufklären
Kärnten sei das einzige Bundesland Österreichs, in dem es das noch nicht gebe, so Rolf Holub. "Wir werden unsere Forderung an die Landesregierung schicken und darüber wachen, ob es in den nächsten Wochen und Monaten wenigstens einige Ansätze gibt, unsere Forderungen zu erfüllen."

Nur wenn diese Forderungen erfüllt würden, könnte man wieder "mehr Hoffnung für die Armen und Ärmsten", die bei uns schlecht behandelt werden, schöpfen, so Holub. Mit Informationsveranstaltungen wolle man darüber hinaus die Kärntner Bevölkerung aufklären.
"Opfer von Krieg, Vergewaltigung und Folter"
Viele Asylwerber seien in ihrem Heimatland Opfer von Krieg, Vergewaltigung und Folter geworden, sie "brauchen unseren Schutz", betonte Sigi Stupnig von der europäisch-tschetschenischen Gesellschaft.

"Wir wollen uns auch dafür einsetzen, dass die Kärntner Bevölkerung über das entsetzliche Schicksal dieser Menschen informiert wird. Denn wenn etwas über das Schicksal dieser Leute bekannt wird, dann werden diese Menschen mit Sicherheit nicht mehr letztklassig behandelt werden."
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