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Abschiebung |
13.10.2007 |
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Polizei stürmte Haus von Asylhelferin
Die Polizei hat am Freitag in Klagenfurt das Haus einer 63-jährigen pensionierten Volksschullehrerin durchsucht. Die Beamten vermuteten einen flüchtigen Nigerianer bei ihr. Für die Polizisten könnte der Fall ein Nachspiel haben.
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Ein junger Afrikaner half der Lehrerin beim Einladen. |
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Unentgeltlicher Deutschunterricht
Die 63 Jahre alte Lehrerin erteilt Flüchtlingen in ihrer Pension unentgeltlich Deutschunterricht. Deshalb ist sie als Asylhelferin bekannt.
Donnerstag Vormittag holte sie ein Paket in einem Flüchtlingsquartier in Krumpendorf ab. Ein junger Afrikaner half ihr beim Einladen ins Auto.
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Drei Streifenwagen im Einsatz
Am frühen Nachmittag fand dann der Polizeieinsatz statt: Drei Streifenwagen fuhren vor dem Haus der Lehrerin vor.
Fünf Polizisten stiegen aus. Einer erklärte der Asylhelferin, man habe den gesuchten Nigerianer bei ihr im Wagen gesehen und vermute, dass sie ihn jetzt verstecke, damit er nicht festgenommen werden kann.
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Die Pensionistin beklagte sich: Wurde wie eine Schwerverbrecherin behandelt. |
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Telefonnummer ausgehändigt
Die Frau entgegnete, sie kenne den jungen Afrikaner nicht näher, habe aber seine Telefonnummer und diese händigte sie der Polizei auch aus. Aber die Beamten riefen nicht an.
Sie durchsuchen nach Angaben der Lehrerin mehrere Kästen und Regale, behandelten sie wie eine Schwerverbrecherin. Die Frau kündigte an, sich am Montag bei der Kripo beschweren zu wollen.
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Pittino: Keine Hausdurchsuchung
Für die Beamten könnte der Fall nun ein Nachspiel haben. Kripochef Wolfgang Pittino dementiert die Hausdurchsuchung und sprach von einem Missverständnis.
"Es hat sich um keine Hausdurchsuchung gehandelt", erklärte Pittino. Die uniformierten Beamten hätten einen "Festnahmeauftrag" gehabt und dieser beinhalte ein "Betretungsrecht".
Die Frau habe nach kurzem Läuten geöffnet, ihr sei der Sachverhalt geschildert worden und sie habe die Beamten hereingebeten, erklärte Pittino.
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Pittino: Die Dame habe sich vom Einsatzleiter noch "mit Handschlag verabschiedet". |
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Gegebenenfalls Untersuchung einleiten...
Entgegen der Schilderungen der Frau hätten lediglich zwei Polizisten das Haus betreten und in die Räume geschaut. "Lediglich ein Kasten, der groß genug ist, um eine Person aufzunehmen, wurde auch geöffnet", sagte der Sprecher.
Alles in allem sei die Amtshandlung "nicht emotionsgeladen" verlaufen. Die Dame habe sich vom Einsatzleiter noch "mit Handschlag verabschiedet".
Er will mit der Betroffenen ein klärendes Gespräch führen und gegebenenfalls eine Untersuchung einleiten.
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Gesuchter nach wie vor auf der Flucht
Der Mann ist nach wie vor auf der Flucht. Er wird im Übrigen ausschließlich nach dem Fremdenrecht gesucht. "Es liegen keine Strafhandlungen vor", erklärte Pittino. Der Gesuchte solle "vermutlich in Schubhaft" genommen werden.
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