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MI | 11.04.2012
Filmrolle (Bild: APA)
Josef Winkler
Ein Autor geht die Kinoleinwand entlang
Der "Kinoleinwandgeher" - so lautet der Titel eines neu entstehenden Films über den Kärntner Schriftsteller Josef Winkler. Die Focus-Film dreht unter Regie von Michael Pfeifenberger ein Porträt jenseits des Dokumentarischen.
Werk-Konstante: Katholizismus und Mensch
Liebe, Tod und Hoffnung sind seit langer Zeit die großen Themen im Schreiben von Josef Winkler. Für den mit 300.000 Euro budgetierten eineinhalb Stunden dauernden Film wird der Schriftsteller erstmals nach Mexiko reisen - ein Land, das wie Kärnten eine starke katholische Tradition hat. Diese und ihre Auswirkungen auf das Mensch-Sein stellen eine Konstante im Winklerschen Werk dar.
Mexiko korresponiert mit Ritualen der Kindheit
Josef winkler (Bild: editions-verdier.fr)"Ich kann vor allem über Dinge schreiben, die ich genau und vor allem von der Kindheit her kenne. Selbstverständlich ist diese Geschichte mit Mexiko ein neuer Aufbruch, aber es korrespondiert in gewisser Weise mit den Dingen und Ritualen, die ich von Kindheit an kennengelernt habe", so Winkler im Radio Kärnten Mittagsjournal.
Geplant: Text- und Bildband zum Film
Josef Winkler wird mit seiner Familie bei den Dreharbeiten dabei sein, beobachten und Tagebücher schreiben. Geplant ist, dass wie zu den Indienreisen ein Band mit seinen Texten und den Fotografien seiner Frau Christina Schwichtenberg entsteht.
Winkler am "Rande des Mittelpunktes"
"Mein Ziel ist kein karges Autorenporträt, sondern die Entwicklung eines Kunstversuchs. In gewisser Weise werde ich nicht im Mittelpunkt stehen, mich aber am Rande des Mittelpunkts aufhalten müssen", so der Autor.
"Kenne Winklers Welt sehr genau"
Regisseur Michael Pfeiffenberger (Bild: FOCUS FIlm)Regisseur Michael Pfeiffenberger will Zitate aus den Büchern von Josef Winkler mit neuen Texten verbinden. Ihn begeistert vor allem die bildreiche Sprache des Schriftstellers:

"Mir persönlich geht es mit all den Büchern von Josef Winkler - die mich sehr beeinflusst und berührt haben - so, dass mir die darin vorkommende Welt sehr nahe ist. Die repressive Umwelt der katholischen Kirche kenne ich selbst sehr genau, zum anderen ist mir seine Haltung, die überall in seinen Büchern zu finden ist, sehr vertraut".
"Zwei Sichtweisen sperren sich auch oft gegenseitig. Ich muss mich also permanent selbst zügeln", so Lappan.
Focus-Chef arbeitet als Kameramann
Focus-Film Chef Gerhard Lappan vereint zwei Rollen in sich: Produzent und Kameramann.

"Zwei Sichtweisen sperren sich auch oft gegenseitig. Als Produzent muss man aufs Geld schauen, als Kameramann will man immer mehr und mehr. Ich muss mich also permanent selbst zügeln", so Lappan.
Am Schauplatz: Vier Drehorte
Gedreht wird der "Kinoleinwandgeher" nicht nur in Mexiko, sondern auch in Kärnten, Wien und der Steiermark. Der Film kommt nächstes Jahr in die Kinos.
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