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Hüttenberg |
30.01.2007 |
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Weitere Verzögerung beim Tibet-Zentrum
Der Bau des groß angekündigten Tibet-Zentrums in Hüttenberg, zu dessen Grundsteinlegung sogar der Dalai-Lama in Kärnten war, verzögert sich noch weiter. Projektbetreiber Rogner will eine europaweite Ausschreibung. SPÖ und ÖVP sind überrascht.
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Rogner will die Neid-Diskussion beenden, die über angebliche hohe Förderungen geführt werde. Laut Landes-Finanzreferent Jörg Haider gibt es diese Förderungen aber gar nicht. |
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Diskussionen um die Therme Blumau
Das von der Rogner-Gruppe geplante Tibet-Zentrum im Kärntner Hüttenberg wird europaweit ausgeschrieben. Robert Rogner senior und Robert Rogner junior begründeten den Schritt mit der öffentlichen Kritik, die nach den Diskussionen um die Finanzprobleme der steirischen Therme Blumau laut geworden war.
Man stehe nach wie vor "mit ganzem Herzen" hinter dem Projekt, wolle aber eine "Entkrampfung" herbeiführen, sagte der Junior am Dienstag in Klagenfurt vor Journalisten.
LH Jörg Haider (BZÖ) sagte, man wolle nicht, dass eine international erfolgreiche heimische Firma wie Rogner in eine böse Diskussion der Neider im eigenen Land hineingezogen werde, daher habe sich Rogner erboten, eine Ausschreibung in Europa durchzuführen. Es werde daher eine zeitliche Verzögerung geben.
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Der Meinungsumschwung der Firma Rogner beim Tibet-Zentrum kam für die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP überraschend. Sie waren nicht von der jetzt geplanten EU-weiten Ausschreibung informiert worden.
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LH Jörg Haider (BZÖ) hat am Dienstag nach der Regierungssitzung in einem Interview mit Radio Kärnten zur aktuellen Diskussion um das geplante Tibetzentrum in Hüttenberg Stellung genommen. Es sei noch alles offen, was die weitere Vorgangsweise betrifft, so Haider.
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Die Firma Rogner sei in der Steiermark in die Schlagzeilen geraten, weil der steirische Landeshauptmann eine Fehlinformation weitergegeben habe. |
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22 Millionen Euro sollten investiert werden
Der Dalai Lama war im Mai vergangenen Jahres eigens nach Kärnten gekommen, um in der Heimatgemeinde seines verstorbenen Freundes Heinrich Harrer die Grundsteinlegung für das Tibet-Zentrum vorzunehmen. 22 Millionen Euro sollten in das Projekt investiert werden, das eine Art tibetisches Kloster-Hotel vorsieht.
Zwei Mio. Euro stellt die Rogner-Gruppe als Eigenkapital zur Verfügung. Gefördert würden lediglich 15 Prozent der Gesamtsumme, betonte der Unternehmer.
Die Förderdarlehen von Bund und Land betragen jeweils 6,1 Millionen Euro. Hinzu komme noch der Grundstücksankauf durch die Kärntner Tourismusholding (KTH) mit mehr als eine Million Euro sowie eine atypisch stille Beteiligung über 7,2 Millionen Euro großteils durch die KTH.
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Jedes Detail wurde mit den Abgesandten des Dalai Lama abgesprochen. Das Projekt kann nur so gebaut werden, wie es geplant ist. |
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"Wenn es jemand besser kann..."
"Wenn jemand das besser machen kann als wir, dann soll er sich bewerben", meinte der Juniorchef. Sein Konzern werde selbstverständlich an der Ausschreibung teilnehmen.
Rogner: "Wir wollen aber keine Vorwürfe, dass etwas gemauschelt wird." Allerdings sei das Projekt nicht mehr abänderbar, denn mit den Tibetern seien alle Details abgesprochen. Das Zentrum dürfe nur so wie vereinbart gebaut werden.
Die allfällige Ausschreibung sei Sache des zuständigen Wirtschaftsreferenten Uwe Scheuch und könne rasch abgewickelt werden, erklärte Landeshauptmann Jörg Haider (beide BZÖ).
"Wir glauben an das Projekt, ein Scheitern können wir weder seiner Heiligkeit noch der Familie Harrer antun", sagte Rogner. Bisher habe die Unternehmensgruppe schon "einige 100.000 Euro" in die Planung und Projektierung investiert.
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"Sieben Jahre in Tibet"
Das Tibet-Zentrum ist die Fortführung einer lebenslangen Freundschaft zwischen dem Dalai Lama und Heinrich Harrer aus Hüttenberg. Der Alpinist, Schriftsteller und Weltenbummler starb im Jänner 2006 mit 93 Jahren. Das Zentrum ist sein Vermächtnis.
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kaernten.ORF.at; 16.1.07
Das Tibet-Projekt soll vorerst gestoppt sein. Laut LH Jörg Haider soll die Bundesförderung vorerst eingefroren sein. Grund sind Probleme des Investors Rogner in der Steiermark. Der Verhandlungsstopp wurde am Nachmittag dementiert.
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Hände schütteln mit Hitler, umstrittene propagandistische Aussagen und die Mitgliedschaft in SA, SS und NSDAP: Im Leben des österreichischen Alpinisten und Abenteurers Heinrich Harrer gibt es einige dunkle Flecken. Doch die hitzigen Debatten über Harrers NS-Vergangenheit, die 1997 die Hollywood-Verfilmung von "Sieben Jahre in Tibet" auslöste, sind inzwischen vorbei. Jetzt rüttelt ein neues Buch am Mythos der Berglegende: Es will zeigen, wie Harrer bis zu seinem Tod im Jänner versuchte, seine Rolle im Nationalsozialismus herunterzuspielen.
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