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MO | 13.02.2012
Landes- und Bezirksgericht Klagenfurt (Bild: ORF - Anton Wieser)
Landesgericht Klagenfurt
Rumäne wegen Prostitutionshandel verurteilt
Wegen grenzüberschreitenden Prostitutionshandels wurde am Donnerstag ein rumänischer Staatsangehöriger am Landesgericht in Klagenfurt verurteilt. Er hat eine Rumänin zur Prostitution gezwungen.
Strafbare Handlung laut EU-Dienstrecht
Der 25 Jahre alte Rumäne mit Wohnsitz in Österreich zeigte sich vor dem Richter sofort geständig.
Haupttäter in U-Haft
Der Mann ist allerdings nicht der einzige Verdächtige. Der Haupttäter - ebenfalls ein Rumäne, etwa 45 Jahre alt - sitzt seit März in Untersuchungshaft.
Frau aus Rumänien zur Prostitution gezwungen
Die beiden haben Anfang des Jahres eine junge Frau aus Rumänien zur Prostitution in Unterkärnten gezwungen.

Selbst wenn die Betroffene freiwillig mitgemacht hätte, wäre die Vermittlung nach Österreich laut EU-Dienstrecht strafbar.

Damit soll verhindert werden, dass Prostituierte gleichzeitig in mehreren Ländern eingesetzt werden.
Hinweise aus dem Rotlicht-Milieu
Durch versteckte Kundenhinweise aus dem Rotlicht-Milieu kamen die Ermittler des Landeskriminalamts den Rumänen im Februar auf die Schliche.

Schon vor der Gerichtsverhandlung hatte die Prostituierte eine Aussage abgegeben. Das Video wurde am Donnerstag im Gerichtssaal vorgespielt. Das gilt bereits als erdrückendes Beweismittel.
Ein Jahr Haft, davon vier Monate unbedingt
Der Angeklagte sah sein Fehlverhalten ein. Er wurde zu einem Jahr Haft verurteilt. Davon vier Monate unbedingt.

Gegen den Haupttäter wird noch verhandelt. Es laufen weitere Ermittlungen.
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