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Feldversuch |
26.04.2006 |
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Feinstaubkleber - erste Tests erfolgreich
In Klagenfurt wurden die Testergebnisse für einen neuartigen Feinstaubkleber vorgestellt, der in Klagenfurt erprobt wurde. Das Wundermittel soll den Feinstaub auf der Straße binden und Aufwirbelungen verhindern - und es funktioniert.
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Entwickelt als Spritzmittel für Winterdienste
Der Feinstaubkleber, der unter dem Handelsnamen "Ice away" vertrieben wird, wurde in Dänemark als Alternative zum Streusalz entwickelt. In Schweden ist das Mittel schon seit rund 30 Jahren als Spritzmittel im Winterdienst im Einsatz.
Das Mittel soll für die Gesundheit unbedenklich und für die Umwelt neutral sein, da es zur Gänze abbaubar ist. Außerdem verursacht es keine Rostschäden an Autos.
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Ein "durchaus probates" Mittel im Staubkampf
In Dänemark und in Schweden wurde das Mittel bereits ausführlich getestet, die Feinstaub-Belastung soll durch den Einsatz des Klebers um bis zu 35 Prozent verringert worden sein.
Die Flüssigkeit sei "durchaus ein probates Mittel" gegen die Feinstaubbelastung, teilte Klagenfurts Umweltstadträtin Marie Luise Mathiaschitz-Tschabuschnig am Mittwoch mit:
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"Bezogen auf den Verkehrsanteil ist mit diesem Mittel ist eine Reduktion der Feinstaubbelastung um 30 Prozent möglich. Dieses Einsparungspotenzial entspricht in etwa einer Verkehrsreduktion in Klagenfurt um ein Viertel oder einer Reduktion des Hausbrands um die Hälfte. Der gleiche Effekt würde auch entstehen, wenn ich alle dieselbetriebenen Pkws in Klagenfurt mit Partikelfiltern ausrüsten würde."
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Gesamtbelastung um 16 Prozent verringern
Der Anteil des Verkehrs an der Feinstaubbelastung in Klagenfurt beträgt 50 Prozent. Davon entfallen ein Drittel auf die Abgase und zwei Drittel auf die Wiederaufwirbelung des Feinstaubs.
Der Hausbrand steuert 20 Prozent, die Industrie etwa 10 Prozent bei, und die restlichen 20 Prozent stammen von Baustellen, aus der Landwirtschaft oder aus Fernverfrachtungen.
Die Hälfte der Feinstaubbelastung wird also vom Verkehr verursacht. Der getestete Kleber könnte diesen Anteil um ein Drittel reduzieren.
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Stadträtin schaut optimistisch in die Zukunft
Erlaubt sind 30 Grenzwertüberschreitungen pro Jahr. Angesichts von 82 Grenzwert-Überschreitungen im vergangenen Jahr und bereits 55 Überschreitungen in den ersten Monaten 2006 sei der Feinstaubkleber ein unverzichtbarer Bestandteil eines Lösungspaketes sagte Mathiaschitz:
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"Mit dem Kleber und anderen Maßnahmen - wie eben einer sukzessiven Verkehrsreduktion, dem Einbau von Partikelfiltern, der Reduzierung des Hausbrandes und natürlich einer optimierten Straßenreinigung - haben wir künftig eine realistische Chance, die erlaubte Grenzwertanzahl von 30 in Klagenfurt zu erreichen."
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Hoher Nutzen mit relativ geringen Mitteln
Die Kosten für einen flächendeckenden Einsatz des Feinstaubklebers in Klagenfurt beziffert die Umweltstadträtin mit etwa 800.000 Euro. Eingesetzt werden soll er auf jenen Straßen, die ein Verkehrsaufkommen von mehr als 1.500 Autos pro Tag haben. Für Mathiaschitz überwiegt der Nutzen:
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"Die 800.000 Euro erscheinen im ersten Augenblick sehr viel, aber wenn man vergleicht, was die anderen Maßnahmen kosten würden, ist es eher günstig. Würde man eine Reduktion des Hausbrandes um 50 Prozent anstreben, dann ist hier der Kostenfaktor zehn Mal höher, er liegt nämlich bei etwa acht Millionen Euro."
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Appell an den Verkehrslandesrat
Die Klagenfurter Umweltreferentin appellierte am Mittwoch auch an Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler und an Stadtrat Ganzer (beide BZÖ), sich über den Einsatz des Feinstaubklebers eine Meinung zu bilden und gegebenenfalls auch eine Produktion des Mittels, es handelt sich um Calcium-Magnesium-Acetat, nach Klagenfurt zu holen.
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kaernten.ORF.at; 7.2.06
Im Kampf gegen den Feinstaub greift die Stadt Klagenfurt nun zu einem "Wundermittel": Calcium-Magnesium-Acetat (CMA), ein Patent aus Skandinavien, soll die gesundheitsgefährdenden Partikel künftig an die Straße binden
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kaernten.ORF.at Service
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