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MI | 21.03 | 16:42
Logo "Servus, Srecno, Ciao" (Grafik: ORF)
Alltag in Venedig
Die Anziehungskraft der Serenissima, der Allerdurchlauchtesten, wie die Venezianer ihre Stadt nennen, ist ungebrochen.
Gondoliere in Venedig (Bild: ORF)
Etwa 15 Millionen Touristen besuchen Venedig pro Jahr. Sie treffen auf gerade einmal 250.000 ständige Einwohner. Der größte Wirtschaftsfaktor ist aber auch ein Problem, denn die Touristen lassen viel Müll in der Stadt.

An einem Spitzentag könnte man den Markusplatz bis hin zum Meer mit einer 15 Meter hohen Müllschicht bedecken.
Müllsäcke in einer Gasse von Venedig (Bild: ORF)
Susanne Kunz-Saponaro (Bild: ORF)
Müllentsorgung auf venezianische Art
Wie Polizei, Feuerwehr und Rettung, ist auch die städtische Müllabfuhr mit Booten unterwegs. Venezianer stellen ihren Müll zwischen 6.00 und 8.00 Uhr früh vor die Türe. Abends ist dies verboten, weil sich sonst Ratten darüber hermachen würden.

Susanne Kunz-Saponaro, Kunsthistorikerin und Venedig-Stadtführerin: "In Venedig zu leben ist schön, aber aufwändig. Hier funktioniert ja alles anders, als am Festland. Man kann nicht einfach - wie ansonsten - seinen Müll in die Mülltonne bringen, sondern der Müll bleibt bis zum nächsten Morgen zu Hause. Wir dürfen ihn am Morgen auf die Straße stellen und dann kommen die Müllmänner, die ihn abholen."

Danach bringen sie ihn zum "Müllboot". Müll ist in Venedig übrigens ganz schön teuer, denn die Gebühr wird nach der Grundfläche der Wohnung berechnet.
Maler auf Brücke in Venedig (Bild: ORF)
Die zahlreichen idyllischen Kanäle in Venedig dienen so manchem Künstler als Quelle der Inspiration.
Tempomessung auch auf Wasserstraßen üblich
In Venedig ist man entweder zu Fuß oder mit dem Boot, dem sogenannten 'vaporetto', unterwegs. Weil die Wellen der zahlreichen Boote den Häusern schaden, gelten hier auch strenge Höchstgeschwindigkeiten. Deren Einhaltung wird - wie sonst auf der Straße- am Wasser von der Polizei mit Radarpistolen kontrolliert.
Boot in einem venezianischen Kanal (Bild: ORF)
Auf keinem Venedigausflug darf ein Cappuccino fehlen … besonders schön ist es, ihn in einem Kaffeehaus direkt am Markusplatz zu genießen.

Der einzige Haken dabei sind die oft recht stolzen Preise. Hier ein Tipp, wie der Cappuccino hier doch nicht so teuer wird.
Cafehaus am Markusplatz (Bild: ORF)
Cappuccino-Tasse (Bild: ORF)
Wenn man sich hinsetzt, dann kostet ein Kaffee zwölf Euro und für die Livemusik zahlt man sechs Euro extra, wenn sie gerade spielt.

Viele Kenner trinken ihren Caffè, einen Espresso, deshalb meist schnell im Stehen, direkt vom Tablett des Obers. Dann kostet er nur etwa drei Euro.
Altanen
Ein typisches Bild in Venedig sind auch die Dachterrassen, die 'Altanen' genannt werden. Sie stammen aus dem im 15. Jahrhundert und wurden gebaut, damit sich die dunkelhaarigen venezianischen Adelsdamen mit Hilfe der Sonne ihre Haare blondieren konnten.
Ute Pichler und Susanne Kunz-Saponaro bei einer Stadtführung in Venedig (Bild: ORF)
Dachterrasse auf einem venezianischen Palazzo (Bild: ORF)
Eines von vielen Geheimnissen, die man bei einem Spaziergang durch Venedigs Alltag entdecken kann.