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MI | 21.03 | 16:34
Igelbaby beim Füttern (Bild: ORF)
Igelbaby Kaspar
Wo Igel-Babys "winterfit" werden
Obwohl die Zeit zum Einigeln noch etwas früh ist, herrscht in der Igelstation in Ferlach Hochbetrieb. Derzeit werden dort zehn stachelige Tierbabys von Ute Rosicky aufgepäppelt und winterfit gemacht.
Autos und Mähmaschinen lassen viele Igelkinder verwaisen. Findelkind Kaspar ist jetzt einen Monat alt
Igelbaby Kasper ist jetzt einen Monat alt. Das verwaiste Igelkind wurde in Treibach Althofen in einem Straßengraben gefunden. Wie bei den anderen Igelkindern auch, wurde auch seine Mutter im Straßenverkehr getötet. Viele Igelmütter fallen im Sommer auch den Mähmaschinen zum Opfer.
Igelbaby beim Füttern (Bild: ORF)
Gefüttert wird Katzenmilch und Hundefutter
Ute Rosicky päppelt Kaspar nun gemeinsam mit sieben anderen Jungtieren liebevoll mit Katzenmilch und Hundefutter auf. Der Tag beginnt für die Hauptschullehrerin bereits um drei Uhr früh. Alle zwei Stunden müssen die Tiere gefüttert werden.

Die 46 Jahre alte Ferlacherin betreut seit fast zwei Jahrzehnten kranke Igel. In Hochzeiten waren es bis zu 60 Tiere, die im Sommer zu ihr kamen und den ganzen Winter bleiben mussten, weil sie noch zu schwach waren.
Igel Kinder in Schachtel (Bild: ORF)
Igelmama Ute Rosicky (Bild: ORF)
"Sie werden niemals sauber, nie zahm und stehen unter Naturschutz".
"Igel sind und bleiben Wildtiere"
Bei all der Liebe und Pflege, die sie ihren Igelkindern angedeihen lässt, weiß Ute Rosicky doch immer: "Sie sind Wildtiere und bleiben es. Sie werden niemals sauber, nie zahm und stehen unter Naturschutz. Wenn sie schön und gesund sind, muss man sie auslassen".
Igel in einem Gatter (Bild: ORF)
Igel beim Fressen (Bild: ORF)
20 Igel werden zur Zeit betreut
Derzeit herrscht Hochbetrieb in der Igelstation. Etwa 20 Igel müssen betreut werden, wöchentlich werden es mehr. Meist finden aufmerksame Spaziergängern die verwaisten Tiere und bringen sie vorbei.
Aufmerksame Spaziergänger finden Igel (Bild: ORF)
Aufmerksame Spaziergänger wie die Mittonis bringen die verwaisten Igel zur "Igelmama" nach Ferlach.
Eva Mittoni_Igelretterin (Bild: ORF)
"Eine Weile gewartet und dann mitgenommen"
Eva Mittoni erzählt, wie sie den kleinen verwaisten Igel, der noch keine 300 Gramm wiegt, gefunden hat.

"Ich bin gestern etwa um vier Uhr mit dem Hund spazieren gegangen, da ist er auf der Straße gelaufen. Ich habe eine Weile gewartet weil ich dachte die Mutter ist irgendwo. Dann habe ich ihn mitgenommen".
Sechs Igel kurz vor Auswilderung
Bei der Aufnahme werden die Tiere von einem Tierarzt entwurmt, von Flöhen befreit und schließlich aufgepäppelt. Erst mit 500 Gramm Gewicht sind die Tiere stark genug für den Winter und können ausgewildert werden.

Sechs Igel werden in den nächsten Wochen die Igelstation verlassen und ihren eigenen Weg gehen - dank Unterstützung der Igelmama.
Igel im Gras (Bild: ORF)
"Kärnten heute", 2. September 2011